Ein Plakat weist vor der Dresdener Frauenkirche auf die Nutzung von Mund-Nasen-Masken hin.  Foto: Robert Michael/dpa

Die Infektionszahlen steigen in Sachsen trotz Einschränkungen weiter stark an. In einigen Landkreisen werden die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie wohl nochmals verschärft. Auch Ausgangsbeschränkungen sind nicht vom Tisch.

Bei der Verschärfung der Maßnahmen in Hotspot-Gebieten könnten Krankenhäuser und Pflegeheime ihre Besuchsregeln weiter einschränken und es könnte ein Betretungsverbot für Eltern in Kindergärten und Schulen erlassen werden, teilte CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer nach einer Videokonferenz mit den Landräten und Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping von der SPD mit.

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„Das Infektionsgeschehen im Landkreis Bautzen und im Erzgebirgskreis ist so breit und hoch, dass nur die konsequente Kontaktunterbrechung hilft“, erläuterte Kretschmer. Der Landkreis Bautzen hatte nach eigenen Angaben heute einen Inzidenzwert von 314 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen und zählt zu den am stärksten betroffenen Kreisen in Deutschland.

Erweiterte Maskenpflicht

Im Gespräch ist auch die Erweiterung der Maskenpflicht auf Großparkplätze. Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte, dass die Maßnahmen auch besonders dem Schutz der älteren Bevölkerung dienen sollten. „Für den Personenkreis ab 75 Jahre und für Menschen mit erheblichen Vorerkrankungen soll es in Kürze eine FFP-2-Maske über unsere Apotheken geben“, erläuterte die SPD-Politikerin. Zudem werde über bestimmte Einkaufszeiten für Senioren nachgedacht.

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Kretschmer betonte, dass am kommenden Wochenende über weitere Einschränkungen entschieden werden solle. „Wenn die Fallzahlen weiter steigen, müssen wir dem Beispiel des Berchtesgadener Landes folgen.“ Dort gilt eine Ausgangsbeschränkung.