Wegen einer sexistischen Passage in dem Magazin Tichsy EInblick geht Sawsan Chebli jetzt juristisch gegen den Herausgeber Roland Tichy vor. Foto: Foto: Imagoimages/ Metodi Popow

Der Streit wegen einer sexistischen Passage zwischen Sawsan Chebli und Roland Tichy geht in die nächste Runde. Die SPD-Politikerin geht nach eigenen Angaben nun juristisch gegen den rechtslastigen Herausgeber vor. In dem von Roland Tichys herausgegebenen Magazin Tichys Einblick stand kürzlich in Bezug auf die SPD-Politikerin und Berlins Staatssekretärin: „Was spricht für Sawsan?(...) Befreundete Journalistinnen haben bislang nur den G-Punkt als Pluspunkt feststellen können in der Spezialdemokratischen Partei der alten Männer.“

Daraufhin hatte die Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär (CSU), aus Protest gegen Tichy ihre Mitgliedschaft in der Stiftung gekündigt. Der noch amtierende Stiftungspräsident Tichy verzichtete als Reaktion darauf, bei der kommenden Präsidenten-Wahl der Stiftung erneut anzutreten. Nun droht dem als rechtslastig bekannten Verleger auch juristischer Ärger.

„Gehe jetzt auch juristisch gegen Tichy vor“, teilte Chebli am Montag via Twitter mit. Es bedürfe „keiner weiteren Erläuterung“, dass mit dem Artikel „eine moralische, aber auch rechtliche Grenze überschritten wird, die durch nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigen ist“, heißt es in dem Schreiben der Anwaltskanzlei Schertz Bergmann. Chebli werde durch die Formulierung „in besonders sexistischer Art und Weise herabgewürdigt“.

Die Kanzlei fordert Tichy im Namen Cheblis nun auf, sich zu verpflichten, die sexistische Passage nicht mehr zu verbreiten oder zu veröffentlichen. Dieses Unterlassungserklärung „erwarten wir sowohl vom Verlag als auch von dem verantwortlichen Herausgeber“, heißt es in dem Anwaltsbrief weiter.

Als Frist wird Mittwoch, der 30. September genannt.