Der klare KURIER-Kommentar

Sahra Wagenknecht: Verbohrt, mitleidlos und perfide

Die Äußerungen der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zu Vergewaltigungen ukrainischer Frauen, Mädchen, Männer und Jungen lassen einem das Blut in den Adern gerinnen

Teilen
Lächeln, es ist Krieg: Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer bei der von ihnen organisierten Demo am Brandenburger Tor.
Lächeln, es ist Krieg: Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer bei der von ihnen organisierten Demo am Brandenburger Tor.Christophe Gateau/dpa

Die Perfidie ist unerträglich, mit der sich Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer, ihre Partnerin im vorgeblichen Kampf für den Frieden, über massenhafte Vergewaltigungen ukrainischer Frauen erheben. 

Ihre Argumentationsweise entlarvt sie als willfährige Knechte des russländischen Regimes beim Versuch der Unterwerfung der Ukraine. Speziell Wagenknecht hat es zu einer Debatten-Meisterschaft im Ablenken, Abstreiten und Relativieren gebracht. 

Was, wenn Wagenknecht nur in eigener Sache unterwegs ist?

Ihr durch keine Fakten untermauertes „Aber die anderen ja auch“ lassen sich nur mit Ausblendung der Realität und Verbohrtheit erklären. Falls Wagenknechts Litaneien nicht nur eine hinterhältige Marketing-Aktion für ihr nächstes Buch sind. 

Wagenknechts Behauptung, in jedem Krieg gebe es Kriegsverbrechen, klingt wie eine Entschuldigung für eine russische Soldateska, deren Massenmorde, Raubzüge und eben Vergewaltigungen mehr als eindeutig belegt sind und deren Kommandoführer im Kreml und in den Stäben nichts gegen die Verbrechen tun.

Warum auch, verheizen sie doch ihre eigenen Leute im Feuer der Ukrainer, lassen sie die Bluthunde der Wagner-Söldnertruppe doch einen Deserteur mit dem Vorschlaghammer vor einer laufenden Kamera erschlagen, haben sie im eigenen Land doch gesellschaftliche Friedhofsruhe erzwungen.

Vergewaltigungen als Mittel des russischen Krieges

Stattdessen ist das Kriegsverbrechen der Vergewaltigung von Moskau bewusst zum Instrument der Erniedrigung einer überfallenen Nation gemacht worden, zusammen mit Folter und Mord.

Und in deutschen Talkshows sitzt eine elegant gekleidete Frau, die den Terror unter mitleidlosem Geschwätz zu verbergen sucht und Verhandlungen mit den Killern und ihrem obersten Gangster fordert, der im Namen eines imaginierten tausendjährigen russischen Reichs eine Nation auslöschen will und immer wieder von Atomwaffen schwadroniert.

Schließlich bleibt ein großes Rätsel: Wie lange wird die Partei Die Linke das alles noch ertragen?