Der amtierende Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geht zur letzten Verhandlungsrunde in Magdeburg, schaut auf die Uhr. dpa/Peter Gercke

Die Spitzen von CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt haben sich auf den Entwurf eines Koalitionsvertrags geeinigt. Das teilten die Parteichefs am Montag mit. Über den Entwurf müssen bei CDU und SPD jetzt noch die Mitglieder entscheiden, bei der FDP ein Parteitag.

Am 7. Juli hatte sich die bei der Wahl am 6. Juni siegreiche CDU des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff für Verhandlungen mit SPD und FDP entschieden, nachdem es drei Wochen lang Sondierungen auch mit den Grünen gegeben hatte. In der letzten Wahlperiode hatte die CDU mit der SPD und den Grünen regiert.

Jetzt könnte Haseloff im September vom Landtag wiedergewählt werden.

Die Grünen wollten nicht mehr in die alte Koalition, weil CDU und SPD jetzt auch ohne sie eine Mehrheit im Landtag hätten, wenn auch nur eine Stimme.

Die CDU hatte überraschend mit 37,1 Prozent der Stimmen die Wahl gewonnen, die SPD verlor auf 8,4 Prozent, die FDP legte auf 6,4 Prozent zu. Die AfD, gegen die Haseloff Wahlkampf gemacht hatte, verlor auf 20,8 Prozent, die Linke sackte auf 11 Prozent ab.