Die niederländische Fregatte  „Eversten“  hatte vor dem Manöver Odessa angelaufen. imago/TASS/Konstantin Sazonchik

Nervosität am Schwarzen Meer: Dort hat das seit 1997 jährlich stattfindende See-Manöver Sea Breeze („Meeresbrise“) begonnen, an dem insgesamt 32 Nationen beteiligt sind. Nach NATO-Angaben werden an der Übung 32 Schiffe, 40 Flugzeuge, 5000 Soldaten und 18 Spezialeinheiten wie beispielsweise Kampftaucher teilnehmen. Russland ist nicht amüsiert. 

Bei der zweiwöchigen Übung unter Führung der USA und der Ukraine sollen unter anderem U-Boot-Abwehr, Landemanöver und Luftverteidigung trainiert werden. Neben Kriegsschiffen von NATO-Staaten sind auch Kräfte Japans, Brasilien, Südkoreas und sogar Albaniens und des Senegal beteiligt. Die Bundesmarine ist nicht dabei.

Moskau sieht Manöver als Provokation

Russland hatte die USA aufgefordert, auf das Manöver zu verzichten, sieht es als Provokation: „Das Ausmaß und die offensichtlich aggressive Art der militärischen Übungen entsprechen in keiner Weise den tatsächlichen Sicherheitsbedürfnissen in der Schwarzmeer-Region.“ Moskau erklärte, bei der Übung würden Waffen in die Ukraine gebracht.

Die NATO teilte mit, das Manöver sei auch Zeichen, dass man die 2014 erfolgte Okkupation der Krim durch Russland nicht akzeptiere, betonte aber den defensiven Charakter der „Meeresbrise“.  

Am Mittwoch hatte es einen Zwischenfall gegeben: Als der britische Zerstörer „HMS Defender“ an der Krim vorbeilief, feuerte ein russisches Küstenwachboot nach Moskauer Darstellung Warnschüsse ab und warf ein Flugzeug Bomben vor das Schiff.