In einem Zimmer der Intensivstation wird ein Patient mit einem schweren Covid-19-Krankheitsverlauf behandelt. dpa/Christophe Gateau

Die in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffe schützen vor Covid-19 – insbesondere vor einem schweren Krankheitsverlauf mit Hospitalisierung. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin in seinem Wochenbericht schätzt, beträgt dieser Schutz für alle zugelassenen Impfstoffe etwa 93 Prozent bei den 18- bis 59-Jährigen und 89 Prozent in der Altersgruppe ab 60 Jahren.

Eine Behandlung auf einer Intensivstation wird demnach in der jüngeren Altersgruppe mit einer Zuverlässigkeit von 96 Prozent verhindert, bei den älteren liegt der Wert bei 94 Prozent. Der Schutz vor einem tödlichen Verlauf beträgt demnach bei den jüngeren 97 Prozent und bei den älteren 88 Prozent.

Patienten mittleren Alters in der Mehrheit

Die meisten Krankenhauseinweisungen werden laut RKI momentan für Menschen im mittleren Alter (35 bis 59 Jahre) erfasst.

Nach einem Rückgang der Infektionszahlen seit der zweiten Septemberwoche ist die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen drei Tagen wieder etwas gestiegen. Am Freitag gab das RKI den Wert mit 64,3 an (Vortag: 63,0). Das ist der höchste Wert seit rund zehn Tagen.

Infektionszahlen steigen leicht an

Für Herbst und Winter erwartet das RKI wieder einen Anstieg der Infektionszahlen. Das schreibt das Institut in seinem Wochenbericht vom Donnerstagabend. Als Gründe werden insbesondere eine „noch immer große Zahl“ ungeimpfter Menschen und die Zunahme von Kontakten in Innenräumen angeführt.

Derzeit sind 64,6 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die dafür meist nötige Spritze bekamen nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag fast 53,7 Millionen Menschen. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben mittlerweile 56,6 Millionen Menschen oder 68,1 Prozent aller Einwohner.

Unter den Kindern von zwölf bis 17 Jahren sind laut Robert-Koch-Institut inzwischen 41,9 Prozent mindestens einmal und 34,6 Prozent vollständig geimpft.