Keine Entwarnung! RKI- ( John MacDougall/Pool via AP)

Das Robert Koch-Institut hält eine massive Verringerung der Corona-Fallzahlen für geboten. Zurzeit müssten die Maßnahmen zur Kontaktreduktion «mit aller Konsequenz» genutzt werden, um die Infektionszahlen zu drücken, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Danach müssten die Zahlen auf einem niedrigen Niveau gehalten werden - es gebe keinen anderen Weg. „Am Ende dieses Jahres werden wir diese Pandemie kontrolliert haben“, stellte Wieler in Aussicht.

Der RKI-Chef verwies auf die hohe Arbeitsbelastung im Gesundheitswesen, insbesondere auf den Intensivstationen. Dort liege das Durchschnittsalter der Patienten teilweise unter 60 Jahren. Wegen der hohen Infektionszahlen seien immer mehr Jüngere betroffen. Die bestmögliche Versorgung der Erkrankten könne aber nicht mehr flächendeckend gewährleistet werden.

„Bitte bleiben Sie Zuhause, wenn immer möglich“, appellierte Wieler. Es gelte, sich immer und überall an die Regeln zu Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften zu halten.

Der zweite Lockdown wirke nicht so wie der erste. „Der zweite wird nicht so durchgezogen wie der erste erste“, urteilte Lothar Wieler.

Darüber hinaus appellierte RKI-Chef Lothar Wieler an die Unternehmen in Deutschland, Homeoffice zu ermöglichen. Viele, aber nicht alle Unternehmen, die es können, ermöglichen derzeit das Arbeiten zu Hause.

Jedem, der eine Impfung angeboten wird, sollte sie auch wahrnehmen. Der Impfstoff sei ein Privileg, so Wieler. In manchen Regionen sind die Intensivbetten für Covid-Erkrankte bis zu 85 Prozent ausgelastet.#

Über 43.80o Menschen sind bereits an oder mit dem Virus verstorben. 758.000 Menschen wurden geimpft.