RKI-Präsident Lothar Wieler Foto: dpa/AFP/Michael Kappeler

Der Präsident des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hält den zuletzt wieder registrierten Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen für „besorgniserregend“. Nachdem die Fallzahlen seit Wochen auf einem hohen Plateau gelegen hätten, sehe man aktuell wieder einen Anstieg. „Die Lage ist nach wie vor sehr ernst“, sie habe sich seit der vergangenen Woche verschlechtert, sagte Wieler am Donnerstag in Berlin. „Das Infektionsgeschehen kann schnell wieder kippen“, warnte Wieler, es könne schnell wieder zu einem exponentiellen Wachstum der Neuinfektionen in Deutschland kommen.

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Wieler erklärte die Situation damit, dass das Coronavirus in der Bevölkerung sehr verbreitet sei. Umso wichtiger sei es deshalb, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Nach Angaben des RKI ist besonders die Lage in den Alten- und Pflegeheimen schwierig. Es gebe dort aktuell fast doppelt so viele Ausbrüche wie im Frühjahr. Pro Ausbruch seien im Durchschnitt fast 20 Menschen betroffen.

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen hatte bis Donnerstagfrüh einen Höchststand erreicht: Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI 23.679 Neuinfektionen. Der bisherige Rekordwert war am 20. November mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden.