Der republikanische Politiker Solomon Peña wird verhaftet.
Der republikanische Politiker Solomon Peña wird verhaftet. AP/Roberto Rosales

Dass immer mehr Wähler, Mitglieder und Politiker der Republikanischen Partei es mit der Demokratie nicht ganz so genau nehmen, wird seit der verlorenen Wahl von Donald Trump und dem Sturm aufs Kapitol immer klarer. Dennoch sorgt ein Fall aus dem US-Bundesstaat New Mexico für Entsetzen: Ein unterlegener republikanischer Parlamentskandidat soll einen bewaffneten Angriff auf Politiker der Demokraten in Auftrag gegeben haben.

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Republikaner gab Schüsse auf Häuser von Demokraten in Auftrag

Solomon Peña werde beschuldigt, vier Männer „dafür bezahlt zu haben“, auf die Häuser von vier demokratischen Politikern zu schießen, erklärte der Polizeichef der Großstadt Albuquerque am Montag auf Twitter. Peña war demnach überzeugt, bei den Wahlen zum Parlament von New Mexico im vergangenen November durch Wahlbetrug verloren zu haben.

Peña wurde nach Angaben des Fernsehsenders CBS von Sondereinsatzkräften in seiner Wohnung festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam. Der Republikaner soll die Schusswaffenangriffe auf die Häuser von zwei Mitgliedern im Parlament von New Mexico und zwei Landkreisbedienstete organisiert haben. Bei den Angriffen zwischen dem 4. Dezember und 3. Januar wurde niemand verletzt. Allerdings durchschlugen drei Kugeln das Schlafzimmerfenster der Tochter der demokratischen Senatorin Linda Lopez.

Republikaner Peña wähnt sich als Opfer von Wahlbetrug

Laut Polizeisprecher Gilbert Gallegos war Peña überzeugt, er habe die Wahl im November 2022 nur wegen Betrugs verloren. „Er beschwerte sich über die Wahl, die er für manipuliert hielt“, zitierte der Sender NBC News den Sprecher. Die Polizei von Albuquerque erklärte, sie werde voraussichtlich Anklage gegen weitere Männer erheben, die die Schusswaffenangriffe gegen Bezahlung ausgeführt haben sollen.

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Die Verschwörungserzählung von Wahlbetrug bei der Präsidentschaftswahl 2020, bei der Donald Trump gegen Joe Biden verloren hatte, verbreitet sich in der republikanischen Partei immer weiter. Die Erzählung führte letztendlich zum Sturm aufs Kapitol. Inzwischen sitzen mehrere Anhänger dieser Verschwörungstheorie selbst als Abgeordnete im Parlament und treiben dort den republikanischen Mehrheitsführer Kevin MCCarthy vor sich her.