Die Preise steigen und steigen – die Inflation trifft Ärmere am stärksten. dpa/Fabian Sommer

Weiter schlechte Neuigkeiten für Verbraucher. Auch im Monat März kannten die Preise nur eine Richtung. Sie stiegen und für den Euro gibt es immer weniger zu kaufen. Die Inflation in der Eurozone bricht alle Rekorde – und das nicht nur bei den Energiepreisen, auch wenn diese gegenwärtig die stärksten Preistreiber sind.

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So stiegen im März die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 7,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Im Februar hatte die Rate noch bei 5,9 Prozent gelegen.

Damit ist die Inflationsrate im Euroraum so hoch wie noch nie zuvor seit Einführung der Gemeinschaftswährung im Jahr 1999. Seit dem vergangenen Sommer hat sich die Teuerung kontinuierlich verstärkt, wobei zuletzt bereits Rekordwerte erreicht wurden. Der Krieg in der Ukraine und die harten Corona-Maßnahmen in China verschärften zuletzt den Preisdruck.

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im März um 2,4 Prozent.

Ungebremste Inflation – erhöht die EZB jetzt die Zinsen?

Getrieben wurde die Teuerung ein weiteres Mal von einem extrem starken Anstieg der Preise für Energie, die sich zum Vorjahresmonat um 44,4 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren im März 5,0 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent wird damit deutlich überschritten. Mittlerweile zeichnet sich auch bei der EZB eine Wende hin zu höheren Zinsen ab. Eine Reihe von Ratsmitgliedern signalisierten zuletzt eine Zinserhöhung für den Juli.