Immer mehr Deutsche setzen sich bereits vor Eintritt des regulären Rentenalters zur Ruhe. Foto: Imago/Kirchner-Media

Die „Rente mit 63“ erlebt in Deutschland eine Rekordnachfrage. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wurden im vergangenen Jahr rund 260.000 Anträge genehmigt. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf die Versicherung.

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Damit hätten 18 Prozent der Neu-Rentner die Möglichkeit genutzt, sich ohne Abschlag 24 Monate vor dem gesetzlichen Rentenalter zur Ruhe zu setzen. Insgesamt liegt die Zahl der Bewilligungen damit bundesweit bei 1,6 Millionen Anträgen. Das sind etwa 300.000 mehr als die Bunderegierung erwartet hatte.

Wer erhält die abschlagsfreie „Rente ab 63“? 

Die  abschlagsfreie „Rente ab 63“ gilt nur für Versicherte, die vor dem 1. Januar 1953 geboren sind und deren Rente nach dem 1. Juli 2014 beginnt und die die sonstigen Voraussetzungen erfüllen. So brauchen Versicherte eine Mindest­versicherungs­zeit von 45 Jahren.

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Für Versicherte, die nach dem 1. Januar 1953 geboren sind, steigt die Altersgrenze mit jedem Jahrgang um zwei Monate. Wer also nach dem 1. Januar 1964 geboren wurde, kann nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen, wenn er das 65. Lebensjahr vollendet hat.

Abschläge bis 14,4 Prozent bei vorzeitigem Renteneintritt

Wer ab 1964 geboren ist und nach 35 Versicherungsjahren vorzeitig mit 63 Jahren in Rente gehen möchte, kann dies zwar ebenfalls tun. Er muss allerdings mit einem Abzug von bis zu 14,4 Prozent rechnen. Das sind 0,3 Prozent pro Monat bis zum regulären Renteneintritt mit 67 Jahren.