Ein Bundeswehr-Hubschrauber der Luftwaffe startet auf dem militärischen Teil es Flughafen Tegel. Auch nach der geplanten Schließung des Berliner Flughafens Tegel im Herbst sollen dort noch bis 2029 Regierungshubschrauber starten und landen.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Flughafen Tegel schließt laut Plan im November, doch selbst danach sollen dort noch bis 2029 Regierungshubschrauber starten und landen. Was den Steuerzahler teuer zu stehen kommt: „Die Ausgaben für den Weiterbetrieb werden auf jährlich circa fünf Millionen Euro geschätzt“, heißt es in der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Die drei Cougar-Hubschrauber transportieren etwa die Bundeskanzlerin und weitere Regierungsmitglieder. Im vergangenen Jahr gab es 67 Einsätze.

45 Mio. Euro Mehrkosten für Steuerzahler


Für die Hubschrauber fehlt laut Ministerium am neuen Hauptstadtflughafen BER noch die geeignete Infrastruktur. Erst wenn das endgültige Terminal steht, sollen auch die Hubschrauber umziehen.
Der Grünen-Abgeordnete Stefan Gelbhaar warf der Koalition vor, völlig „gedanken- und planlos“ zu handeln. „Mich macht es sprachlos, dass die Regierung scheinbar nicht weiß, wie viel Platz sie für ihre Fluggeräte braucht und den Steuerzahlern so Mehrkosten von 45 Millionen Euro bis 2029 aufbrummt.“