Wegen des Skandals um rechtsextreme Chats wird das Spezialeinsatzkommando (SEK) des Frankfurter Polizeipräsidiums aufgelöst. dpa/Boris Roessler

Wegen rechtsextremer Äußerungen in Chatgruppen wird das Spezialeinsatzkommando des Polizeipräsidiums in Frankfurt am Main aufgelöst.

Das „inakzeptable Fehlverhalten“ mehrerer Mitarbeiter mache die Auflösung „unumgänglich“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Ein Expertenstab soll die Neustrukturierung des SEK organisieren.

Alle aktuellen News aus Politik & Wirtschaft finden Sie hier.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass gegen 19 aktive und einen ehemaligen Polizisten ermittelt wird. Das Landeskriminalamt durchsuchte die Wohnungen und Arbeitsplätze von sechs Mitgliedern des Spezialeinsatzkommandos. Den Männern wird unter anderem vorgeworfen, in Messenger-Diensten volksverhetzende Inhalte verbreitet zu haben.

Die Chats stammen nach Angaben des Innenministers überwiegend aus den Jahren 2016 und 2017. Darin wurden Nazisymbole geteilt sowie Hitlerbilder, Hakenkreuze und Beleidigungen gegen Asylsuchende.