Steve Bannon (l.) mit Donald Trump und Elon Musk (Tesla) 2017 im Weißen Haus. Foto: Brendan Smialowski / AFP

Der  frühere Wahlkampf-Organisator von Donald Trump und zeitweilige „Chefstratege“ im Weißen Haus, Steve Bannon, ist unter dem Verdacht des Betrugs und der Geldwäsche festgenommen worden. Mit drei weiteren Verdächtigen soll er viele hunderttausend Dollar in die eigene Tasche gesteckt haben – Spendengeld, dass zum Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko dienen sollte. Die Männer werden jetzt Richtern vorgeführt. Ihnen drohen jeweils 20 Jahre Haft.

Bannon, der jahrelang das rechtsextreme Online-Portal „Breitbart“ geführt hatte, soll von den 25 Millionen Dollar, die die Initiative „We Build the Wall“ eingesammelt hatte, eine Million Dollar über eine von ihm geleitete Organisation „Non-Profit-1“ in seine eigenen Taschen umgeleitet haben. Mehrere hunderttausend Dollar davon soll der 66-Jährige laut den Ermittlern für seinen persönlichen Bedarf verwendet haben.

Über diese Organisation sollen weitere Gelder an die anderen drei Beteiligten verschleiert überwiesen worden seien. Darunter 350.000 Dollar an Brian Kolfage. Der 38-Jährige war das Gesicht von „We Build The Wall“ und hatte den Ermittlern zufolge immer erklärt, er nehme keinen Penny aus den Spendengeldern.

Die Ermittlungen waren eine Kooperation von US-Staatsanwälten in New York und Florida sowie USPIS, einer mit Polizeibefugnissen ausgestatteten Behörde der US-Post.