Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales imago/Jens Schicke

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) regeln, dass sich Beschäftigte auch während der Arbeitszeit impfen lassen können.

„Wir müssen weiter dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz nicht zum Ansteckungsort wird. Deshalb passen wir die Corona-Arbeitsschutzverordnung an“, sagte der SPD-Politiker der Augsburger Allgemeinen (Samstag).

„Es wird bei den Hygieneregeln und der Testangebotspflicht bleiben. Aber wir werden die Arbeitgeber anhalten, dass sie stärker an der Impfaufklärung mitwirken und Impfungen im Zweifelsfall auch während der Arbeitszeit ermöglichen.“

Bislang haben Arbeitnehmer keinen allgemeinen Anspruch darauf, sich während der Arbeitszeit bei einem Arzt oder im Impfzentrum eine Spritze gegen den Erreger geben zu lassen.

Für den Fall, dass die Pandemie wieder weiter um sich greift, denkt Heil über eine neuerliche Homeoffice-Pflicht nach. „Aber für mich ist klar, dass wir eher wieder verpflichtendes Homeoffice einführen, als Schulen und Kitas zu schließen“, erklärte er.