Bei der Razzia standen fünf Beschuldigte im Visier der Ermittler. dpa/Justin Brosch

Wegen mutmaßlicher islamistischer Anschlagspläne gab es eine Razzia im nordrhein-westfälischen Landkreis Düren gegen fünf Beschuldigte. Wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat fanden am Donnerstag fünf Durchsuchungen statt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei Köln gemeinsam mitteilten. Gegen fünf Beschuldigte im Alter von 16 bis 22 Jahren werde ermittelt, so die Polizei.

Verdächtige Anhänger des IS?

Sie sollen sich „anlehnend an Propagandamaterial“ der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf eine terroristisch motivierte Tat vorbereitet haben. Vorläufig festgenommen wurden die Beschuldigten demnach aber nicht. Die Voraussetzungen für eine Anordnung der Untersuchungshaft seien nicht erfüllt, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

Zwei der Beschuldigten seien deutsche Staatsbürger. Zwei weitere hätten sowohl die deutsche als auch die russische Staatsbürgerschaft. Der fünfte Verdächtige ist den Angaben zufolge türkischer Staatsbürger. Da es sich bei ihnen zum Teil um Jugendliche handelt und zunächst mögliches Beweismaterial gesichtet werden müsse, machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben. Bei der Razzia waren rund 350 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.