Auch in Impfzentren müssen Behörden jetzt mit möglichem Betrug rechnen. imago/Jochen Eckel

Jetzt werden auch bei den Impfzentren die ersten schwarzen Schafe ausgemacht: In Hamburg hat die Polizei ein dubioses Impfzentrum am Hamburger Hauptbahnhof dicht gemacht. Die Räume waren verdreckt und der zuständige Arzt ist vorbestraft!

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte den Laden mithilfe der Polizei geschlossen. Die Räume seien dreckig gewesen, Abstände hätten nicht eingehalten werden können und es sei kein Arzt vor Ort gewesen, der geimpft habe, berichtete NDR 90,3 über den Fall. Der Betreiber, ein Unternehmen aus Dortmund, sei nicht mehr zu erreichen.

Arzt soll wegen Abrechnungsbetrugs vorbestraft sein

Zeugen schilderten laut NDR 90,3 auch, dass es überhaupt kein Beratungsgespräch und keine Merkblätter vom Robert Koch-Institut gab. Auch auf sozialen Plattformen war die Impfstelle empfohlen worden.

Der größte Hammer: Laut Hamburger Abendblatt war in dem Impfzentrum offenbar überhaupt kein Arzt anwesend. Ein Mediziner sei nur telefonisch erreichbar gewesen. Der Mann betreibe zwar einen ärztlichen Notdienst in Hamburg, bei der Ärztekammer sei er aber nicht gelistet. Außerdem wohne er in Schleswig-Holstein.

Und: Schon vor vielen Jahren soll der Mann wegen mehrfachen Abrechnungsbetrugs verurteilt worden sein. Die Sozialbehörde will den Arzt zudem erneut überprüfen.