Franziska Giffey (SPD) (Archivbild) dpa/Kay Nietfeld

Die Bundesfamilienministerin und SPD-Spitzenkandidatin zur Abgeordnetenhauswahl Franziska Giffey muss erneut um die Aberkennung ihres Doktortitels fürchten. Wie das Internetportal Business Insider aus Universitätskreisen erfahren haben soll, plädiert eine Prüfungskommission der Freien Universität Berlin (FU) offenbar für den Entzug des Titels.

Zunächst war Giffey mit einem blauen Auge davongekommen. Nach der ersten Untersuchung, die im Oktober 2019 lediglich mit einer Rüge für die SPD-Politikerin ausgegangen war, hatte die FU aufgrund der heftigen Kritik eine neue Untersuchung begonnen. Der Abschlussericht der Kommission sei in der vergangenen Woche eingereicht worden – offenbar dieses Mal mit einem anderen Ergebnis.

Giffey: „Nie bewusst kopiert“

Die Universität hatte sich zunächst bedeckt gehalten: „Nähere Informationen zum laufenden Prüfverfahren und zum Bericht des Prüfgremiums werden vor Bekanntgabe des Schlussergebnisses nicht veröffentlicht.“, teilte sie mit.

Giffey, die stets betont hatte, sie habe „nie bewusst kopiert“, habe nun drei Wochen Zeit, um Stellung zu nehmen. Dann werde das Präsidium der FU eine endgültige Entscheidung treffen. Im Falle des Entzugs des Doktortitels hatte Giffey angekündigt, ihr Amt als Ministerin abgeben zu wollen. Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl in Berlin wolle Giffey aber bleiben.