In vielen Familien reicht das Geld nicht mehr zum Leben. dpa/Benjamin Nolte

Seite Monaten stöhnt Deutschland unter einer Rekord-Inflation. Vor allem die Explosion der Energie- und Lebensmittelpreise sind zu einer massiven Belastung für viele Familien geworden. Da wundern die Ergebnisse einer aktuellen Studie nicht wirklich.

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Die steigenden Lebenshaltungskosten machen demnach den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland schwer zu schaffen: Jeder dritte Berufstätige kommt laut der Umfrage mit dem eigenen Gehalt nicht mehr über die Runden. Besonders betroffen sind Arbeitnehmer mit einem Nettoeinkommen von unter 2000 Euro, wie die Jobseite Indeed mitteilte. Befragt wurden 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

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Jeder Zweite will Lohnerhöhung fordern

Demnach kommt für 47 Prozent der Befragten ein Wechsel in eine besser bezahlte Position in Frage. Wer den Job nicht wechseln will, dem bleibt die Gehaltsverhandlung: Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (55 Prozent) will aufgrund der hohen Inflation eine Lohnerhöhung fordern. Fünf Prozent sind diesen Schritt bereits gegangen, lediglich knapp ein Drittel der Befragten will trotz der hohen Teuerungsrate nicht über einen höheren Lohn verhandeln.

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Knapp die Hälfte der Berufstätigen würde demnach eine Gehaltserhöhung von sechs bis zehn Prozent als angemessen empfinden. Knapp jeder Vierte würde sogar eine Lohnerhöhung von elf bis 15 Prozent fordern.

Arbeitgeber sorgen nicht für Inflationsausgleich

54 Prozent der Beschäftigten würden die Lohnforderung im Gespräch mit der Chefin oder dem Chef mit der aktuell hohen Inflation begründen, 43 Prozent würden auf die eigene Leistung verweisen. 28 Prozent würden außerdem mit der eigenen Arbeitserfahrung argumentieren. Auch ein steigendes Arbeitspensum (24 Prozent) sowie der Fachkräftemangel (22 Prozent) würden von den Arbeitnehmern als Argumente genutzt werden.

Die meisten Arbeitgeber sorgen laut der Umfrage bisher nicht für einen Inflationsausgleich: In 70 Prozent der Fälle gab es bisher keine Gehaltserhöhungen. Lediglich in elf Prozent der Unternehmen wurden Löhne erhöht, eine Sonderzahlung gab es bei zehn Prozent.