Der zweite Corona-Herbst rückt näher – wie geht es für Schüler weiter? dpa

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland stiegen heute den fünften Tag in Folge leicht an. Mit Bangen blicken Eltern auf den Beginn des neuen Schuljahres. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat deshalb jetzt dazu aufgerufen, Jüngere besser vor dem Coronavirus zu schützen.

Infektionszahlen bei Kindern doppelt so hoch

„Wir dürfen nicht noch mehr Zeit verlieren in dem Irrglauben, Kinder und Jugendliche seien nicht gefährdet“, sagte sie der Funke-Mediengruppe. Jetzt sei es an den Älteren, auch wenn sie geimpft seien, die Hygieneregeln weiter einzuhalten, damit sich nicht immer mehr Kinder und Jugendliche infizierten.

Warnung vor Folgen von Long Covid

„Durch den fehlenden Impfschutz sind die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen weiterhin doppelt so hoch wie in der Altersgruppe über 50 Jahren.“ Langzeitfolgen von Covid-19 könnten jungen Menschen eine Zukunft für lange Zeit verbauen.

Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht beim Nachwuchs Handlungsbedarf. „Wir laufen mit Ansage in einen zweiten Corona-Herbst, und wieder unternimmt die Bundesregierung viel zu wenig, um Kitas und Schulen zu sichern.“ Dazu gehörten regelmäßige Tests, einheitliche Maskenregeln und der Einbau von Filteranlagen.

Schäuble für Impfungen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sprach sich für die Impfung von Jugendlichen aus. „Wenn wir es durch Impfungen der 12- bis 17-Jährigen schaffen, dass wir Einschränkungen im Schulbetrieb vermeiden, dann ist das ein gewichtiges Argument“, so Schäuble in Bild am Sonntag. Für ihn wäre es entsetzlich, wenn es wieder zu einem Lockdown käme, der die Jüngsten treffe.