15 Mitglieder eines Containerschiffs wurden offenbar von Piraten vor Nigeria entführt. Ein Mensch kam bei dem Angriff ums Leben. (Symbolfoto) Foto: imago images/Sebastian Kanzler

Im Golf von Guinea haben Piraten ein Containerschiff überfallen. Dabei seien ein Mitglied der Besatzung getötet und 15 weitere Mitglieder entführt worden, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Bei den Entführten handelt es sich demnach um Türken. Der getötete Mann kam aus Aserbaidschan.

Dem Bericht zufolge haben die Piraten das Schiff namens „Mozart“ nach dem Überfall am Samstag inzwischen wieder verlassen. Der Frachter wird mit drei Besatzungsmitgliedern, die dort zurückblieben, nun im zentralafrikanischen Staat Gabun erwartet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte nach Angaben seines Büros mit dem Kapitän.

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Der Überfall ereignete sich Anadolu zufolge etwa 180 Seemeilen vor der Küste Nigerias. Das Schiff, das unter liberianischer Flagge fährt, war von der nigerianischen Hauptstadt Lagos nach Kapstadt in Südafrika unterwegs. Die Reederei mit Sitz in Istanbul bestätigte nach Angaben von Anadolu den Überfall. Die Zahl der Piratenangriffe auf den Weltmeeren ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Nach Daten des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) gab es vergangenes Jahr 195 Angriffe - 33 mehr als im Jahr 2019. Besonders betroffen waren der Golf von Guinea, die Meerenge von Singapur und indonesische Gewässer.