Eine Maschine der Lufthansa in München. (Symbolbild) AFP/Christo Stache

Die Passagiere einer aus dem südafrikanischen Kapstadt am Freitagabend in München eintreffenden Lufthansa-Maschine müssen aus Furcht vor dem Einschleppen einer neuen Coronavirus-Variante alle in eine 14-tägige Quarantäne. Zusätzlich müssten sie sich unmittelbar nach der für 19.45 Uhr geplanten Landung einem PCR-Test unterziehen. Die Quarantäne werde unabhängig vom Ausgang des Tests und des Impfstatus der Passagiere wirksam, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Freitagmorgen gesagt, Deutschland werde Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete in der Nacht zum Samstag in Kraft. Die Einstufung war aber bis zum Freitagabend noch nicht wirksam, weil sie noch nicht vom Robert Koch-Institut veröffentlicht wurde.

„Die Landung der Maschine wird in einem abgesperrten Bereich des Flughafens stattfinden“, teilte das bayerische Ministerium mit. Der PCR-Test werde im Sicherheitsbereich des Flughafens kostenlos angeboten. Für Passagiere, die keinen Wohnsitz in Bayern haben, werde die Regierung von Oberbayern sowie das zuständige Landratsamt Quartiere zur Verfügung stellen, wo die Quarantänezeit verbracht werden könne.