Es wird erwartet, dass Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel (M., hier ein Archivbild) neuer Chef der Kommunistischen Partei wird. Foto: AFP/Yamil Lage

Zum achten Mal kommen von Freitag bis Montag Delegierte der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) zu einem Kongress zusammen. Der Parteitag dürfte eine Zeitenwende markieren: Es wird erwartet, dass Raúl Castro den Posten des Parteichefs abgibt. Diesen hatte er im Jahr 2011 von seinem älteren Bruder Fidel übernommen, der 2016 starb.

Erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 1965 – sechs Jahre nach dem Sieg der Revolution – dürfte die einzige in dem Karibikstaat zugelassene Partei danach also nicht mehr von einem Castro angeführt werden. Der heute 89-Jährige Raúl Castro gab bereits vor drei Jahren das Amt als Präsident des Karibikstaats an Miguel Díaz-Canel weiter.

Die kubanische Wirtschaft litt zuletzt stark unter immer schärferen US-Sanktionen während der Amtszeit des Ex-Präsidenten Donald Trump sowie unter dem Einbruch des Tourismus in der Corona-Pandemie. Die Regierung reagierte mit Wirtschaftsreformen. So wurde etwa im Februar die Liste der im Privatsektor erlaubten Berufe von 127 auf mehr als 2000 erweitert.