Ein Becher steht auf dem Tisch eines menschenleeren Cafes in der Hamburger Innenstadt. imago

Rasend schnell breitet sich die Omikron-Variante des Corona-Virus aus. Das Robert-Koch-Institut (RKI) fordert sofortige Kontaktbeschränkungen – der erste Stadtstaat handelt und beschließt knallharte Corona-Maßnahmen schon ab Heiligabend.

Hamburg fackelt nicht lange, sondern handelt: Der Senat der Hansestadt beschloss am Dienstag unter anderem, dass sich bei privaten Zusammenkünfte maximal zehn Geimpfte und Genesene treffen dürfen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Kinder unter 14 werden dabei nicht mitgezählt. Für Ungeimpfte gibt es bereits strengere Beschränkungen - diese gelten laut Staatskanzlei für alle Treffen, „sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt“.

Sperrstunde, FFP-Maskengebot in Innenräumen auch bei 2G

Außerdem werden Tanzveranstaltungen untersagt. Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 23 Uhr, nur in der Silvesternacht können Gaststätten bis 01.00 Uhr besucht werden. „Stehplätze in gastronomischen Betrieben sind nicht gestattet.“

Der Senat empfiehlt außerdem, in Innenräumen immer eine FFP-Maske zu tragen - „auch unter 2G-Bedingungen“. Überregionale Großveranstaltungen dürfen den Angaben zufolge nur noch ohne Publikum abgehalten werden.

Ansammlungs- und Feuerwerksverbot zu Silvester

Vom 31. Dezember um 15.00 Uhr bis zum 1. Januar um 09.00 Uhr dürfen auf öffentlichem Grund keine Feuerwerkskörper und Böller gezündet werden; die Menschen dürfen auch kein Feuerwerk bei sich tragen. Für den gleichen Zeitraum wird zudem ein sogenanntes Ansammlungsverbot verhängt - im öffentlichen Raum dürfen dann maximal zehn Menschen zusammenstehen.

Mit der Regelung griff Hamburg der Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage am Dienstagnachmittag vor. Die Corona-Verordnung der Hansestadt werde „auf Grundlage der Senatsbeschlüsse und unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz am heutigen 21. Dezember 2021“ angepasst, erklärte die Staatskanzlei. die neue Fassung solle am 24. Dezember in Kraft treten.