Sebastian Kurz ergatterte einen Manager-Job im Silicon Valley. AP/Lisa Leutner

Österreichs früherer Bundeskanzler Sebastian Kurz geht zu einer US-Investmentfirma: Der 35-Jährige sagte den Boulevardmedien „Kronen-Zeitung“ und „heute“, er werde im ersten Quartal 2022 als sogenannter „Global Strategist“ bei dem Unternehmen „Thiel Capital“ beginnen.

Thiel gründete einst Bezahldienst Paypal

Der milliardenschwere Internet-Investor Peter Thiel ist für seine konservativen Ansichten bekannt und zählte zu den wenigen einflussreichen Unterstützern von Ex-US-Präsident Donald Trump im Silicon Valley. Thiel war Mitgründer des Online-Bezahldienstes Paypal sowie der Datenanalysefirma Palantir und Kapitalgeber des sozialen Netzwerks Facebook Anfang der 2000er Jahre.

Thiel investiert laut Bericht hauptsächlich in Technologieunternehmen. Seinen Sitz hat Thiel Capital in Kalifornien.

Neuer Manager-Posten für Kurz trotz Vorwürfen der Bestechlichkeit

Kurz war am 9. Oktober nach Vorwürfen der Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit als Regierungschef zurückgetreten. Sein Team soll seinen Aufstieg seit 2016 durch geschönte Umfragen und gekaufte Medienberichte befördert haben. Im Gegenzug sollen hohe Summen, darunter auch Steuergelder, für Anzeigen geflossen sein.

Knapp zwei Monate nach seinem Rücktritt kündigte Kurz schließlich seinen vollständigen Rückzug aus der Politik an. Er begründete dies mit den gegen ihn laufenden Korruptionsermittlungen, aber auch mit der Geburt seines Kindes.