Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser vor Gericht Foto: AFP/Roland Schlager

Der frühere österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser muss für acht Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Wien hat ihn wegen Untreue verurteilt.

Der 51-Jährige hatte 2004 beim Verkauf von 60.000 Bundeswohnungen einem privaten Investor den entscheidenden Tipp über die notwendige Höhe eines Kaufpreises gegeben, um einen Mitbieter auszustechen. Im Gegenzug für den Hinweis erhielt Grasser rund 9,6 Millionen Euro und damit ein Prozent des Kaufpreises von 961 Millionen Euro. Grasser war von 2000 bis 2007 im Amt. Es wird erwartet, dass er Berufung gegen das Urteil einlegt.