In Österreich liegt die Impfquote bei rund 70 Prozent. Nun wurde die Impfpflicht erst einmal auf Eis gelegt.
In Österreich liegt die Impfquote bei rund 70 Prozent. Nun wurde die Impfpflicht erst einmal auf Eis gelegt. APA

In Österreich wurde mit Hochspannung ein  Bericht der Kommission zur Evaluierung der Impfpflicht erwartet, am MIttwoch wurde er vorgelegt und er hat es in sich:  Der österreichische Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) haben die nächsten Schritte, die sich aus dem Bericht ableiten, bekannt gegeben: Die Impfpflicht wird ausgesetzt!

Impfpflicht sei nicht mehr verhältnismäßig

Die Impfpflicht sei angesichts der derzeit vorherrschenden Omikron-Variante des Coronavirus nicht verhältnismäßig, sagte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler in Wien. Mit dem Beschluss zur vorläufigen Suspendierung der Impfpflicht folgte die Regierung der Empfehlung einer Expertenkommission. Bei der Ansteckung mit der Omikron-Variante kommt es häufiger als bei anderen Virus-Varianten zu lediglich milden Krankheitsverläufen.

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Österreich hatte als erstes EU-Land am 6. Februar eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Kraft gesetzt. Sie galt für alle ab einem Alter von 18 Jahren. Die Kontrolle der Impfpflicht und die Verhängung von Geldstrafen sollten aber erst ab Mitte März beginnen, was nun hinfällig geworden ist.

Im Sommer wird neu über Impfpflicht in Österreich entschieden

In drei Monaten soll neu entschieden werden, berichtet die Kronen-Zeitung. Und weiter: Genau wie das Virus sehr beweglich sei,  „müssen wir flexibel und anpassungsfähig sein“, wird die Ministerin zitiert.  Das Gesetz zur Impfpflicht bleibe daher quasi im Hintergrund weiter bestehen.