Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will vor Ablauf des dreiwöchigen verschärften Lockdowns im Land Corona-Massentests durchführen. Foto: Herbert Neubauer/dpa

Vor dem Start des harten Lockdowns am Dienstag hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) Maßnahmen für die Zeit danach angekündigt. So wolle man „zur Zeit der Öffnung“ die Bevölkerung zumindest in Teilen durchtesten – Vorbild für diese geplanten Massentestungen sei die Slowakei, sagte Kurz am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“. Dort habe man auf diese Weise viele asymptomatisch Infizierte entdecken können. An zwei Wochenenden war dort ein Großteil der 5,5 Millionen Einwohner getestet und Zehntausende Corona-Infizierte in Quarantäne geschickt worden. „Das ist ein absolutes Erfolgsbeispiel und wir haben uns entschieden, hier in Österreich einen ähnlichen Schritt zu machen“, sagte Kurz.

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„Wir werden einerseits diese Massentests in gewissen Gruppen, zum Beispiel bei Lehrerinnen und Lehrern, aber auch bei anderen Gruppen nutzen, um mit dem 7. (Dezember) möglichst sicher wieder aufsperren zu können“, sagte Kurz. Am 6. Dezember endet nach jetziger Planung der rund dreiwöchige Lockdown mit Ausgangsregeln sowie Schließung von Handel und Schulen, den die Regierung am Samstag verkündet hatte. „Zum zweiten sind wir in Vorbereitung, dieses Instrument auch vor Weihnachten nochmal zu nutzen“, sagte Kurz. Schnelltests seien mittlerweile in millionenfacher Stückzahl am Markt verfügbar.