Die meisten Deutschen finden den Bahnstreik unangemessen. dpa/Kay Nietfeld

Mehr als die Hälfte der Deutschen lehnt einer Umfrage zufolge die Bahnstreiks der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) ab und halten sie für unangemessen.

56 Prozent der Deutschen seien dieser Ansicht, nur 32,5 Prozent oder ein knappes Drittel halte die Streiks für angemessen. Das ergab einem Bericht der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben) zufolge eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey.

Deutsche Bahn wird durch Streik unnötig geschwächt

51,4 Prozent der Befragten halten dem Bericht zufolge die Streiks für unangemessen, weil sie „die Bahn nach Corona unnötig schwächen“. 49 Prozent lehnen sie ab, weil sie „die Urlauber in den Ferien zu hart betreffen“, 49,5 Prozent, „weil sie die Wirtschaft nach Corona hart treffen“. Die Umfrage mit rund 2500 Befragten hatte der Bahn-Arbeitgeberverband MOVE in Auftrag gegeben.

Die GDL setzt am Samstag ab 17 Uhr ihren Streik fort, zunächst im Güterverkehr. Dem sollen Arbeitsniederlegungen im Personenverkehr ab Montagmorgen um 2 Uhr folgen. Die Streiks sollen bis zum frühen Mittwochmorgen dauern. Es ist die zweite Streikwelle im aktuellen Tarifkonflikt zwischen GDL und Deutscher Bahn.