Ein Eurofighter der deutsche Luftwaffe bei einem NATO-Einsatz dpa/Christophe Gateau

Seit Jahren dringt das russische Militär immer wieder in den Luftraum von Nato-Staaten vor: Nahezu täglich steigen Abfangjets des westlichen Bündnisses auf, um die Piloten der russischen Kampfjets an der Nato-Außengrenze zum Abdrehen zu bewegen. Während des Ukraine-Krieges bekommen derartige Zwischenfälle eine neue Brisanz: Russland hatte Deutschland und andere Nato-Staaten unverhohlen mit einem Atomkrieg für den Fall gedroht, dass diese sich in die Kriegshandlungen einmischen.

Sucht Russland nun nur einen Vorwand, um den Konflikt mit dem Westen noch weiter zu schüren? Der Vorfall, der nun bekannt wurde, hat sich bereits am Samstag abgespielt: Ein russisches Aufklärungsflugzeug ist über die Ostsee bis fast zum deutschen Luftraum vorgedrungen. Die deutsche Luftwaffe löste Alarm aus!

Als Reaktion stiegen zwei Eurofighter vom Fliegerhorst Laage in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Alarmstart auf, wie die Deutsche Presse-Agentur jetzt berichtet. Die russische Maschine sei im internationalen Luftraum vor der Insel Rügen identifiziert worden. Die Alarmrotte aus den zwei deutschen Maschinen begleitete das russische Flugzeug im internationalen Luftraum weg von Deutschland.

Russisches Militärflugzeug in dänischem Luftraum: Russischer Botschafter einbestellt

Immer wieder kommt es zu derartigen Provokationen an der Nato-Außengrenze, doch so weit wagt sich die russische Luftwaffe selten in den westlichen Luftraum vor.

Dänemark hatte bereits den russischen Botschafter zu einem Gespräch ins Außenministerium einbestellt. Außenminister Jeppe Kofod begründete dies am Sonntag damit, dass ein russisches Militärflugzeug in den dänischen Luftraum eingedrungen sei. Nach schwedischen Angaben verletzte östlich der dänischen Ostsee-Insel Bornholm eine russische Propellermaschine vom Typ AN-30 auch den schwedischen Luftraum. Bereits Anfang März waren vier russische Kampfflugzeuge in den Luftraum über Schweden eingedrungen.