Annalena Baerbock musste die Angaben auf ihrer Homepage überarbeiten. AFP/Tobias Schwarz

Der Wirbel um Angaben zu ihrem Studium ist kaum verraucht, schon steht Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock jetzt auch wegen zweifelhafter Angaben zu Mitgliedschaften in ihrem Lebenslauf auf ihrer Homepage in der Kritik.

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Am Donnerstag hatte sie in der entsprechenden Rubrik noch unter anderem die Transatlantik-Stiftung German Marshall Fund und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aufgeführt. Dort ist eine Mitgliedschaft allerdings unmöglich und beim German Marshall Fund war sie lediglich Alumna.

Mitglied beim UNHCR? Leider unmöglich!

Außerdem gab Baerbock an, im Europa-/Transatlantik-Beirat der Heinrich-Böll-Stiftung zu sein. Auf der Homepage der Stiftung wird sie jedoch nicht gelistet.

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Inzwischen wurde die Seite geändert, die Überschrift lautet statt „Mitgliedschaften“ nun „Beiräte, (Förder-)Mitgliedschaften, regelmäßige Unterstützung“.

Darunter wird jetzt ein Förderprogramm des German Marshall Fund genannt und die UNO-Flüchtlingshilfe als deutscher Partner des UNHCR. Beim ebenfalls bereits vorher aufgelisteten Europa-/Transatlantik-Beirat der Heinrich-Böll-Stiftung wird nun vermerkt, dass Baerbock inzwischen ausgeschieden ist. Die Änderungen hat zuerst ein FAZ-Journalist auf Twitter öffentlich gemacht.

In den Angaben zu ihrer Ausbildung verweist Baerbock inzwischen ausdrücklich darauf, dass sie ihr Studium der Politischen Wissenschaften an der Uni Hamburg lediglich mit dem Vordiplom beendet hat. Zuvor hatte sie nur die Studienzeit von 2000 bis 2004 genannt, ohne auf den Abschluss einzugehen.