Aldi erhöht die Preise für Lebensmittel – um bis zu 50 Prozent. Sabine Gudath

Die Eigenmarken-Butter kostet bisher 1,65 Euro. Doch das ist ab Montag wohl Geschichte. Mehr als 2 Euro müssten Kunden dann wohl auf den Tisch legen, wenn sie bei Aldi ein Stück Butter kaufen. Und das ist bei weitem nicht der einzige Teuer-Schock, den der Discount-Riese ankündigt. Denn: Aldi erhöht die Preise – zum dritten Mal in drei Wochen – und um bis zu 50 Prozent!

Wegen stark gestiegener Kosten erhöht der Discounter Aldi am Montag abermals Preise. Fleisch, Wurst und Butter würden dann „deutlich teurer“, sagte Aldi-Nord-Kommunikationschef Florian Scholbeck. Grund hierfür seien höhere Preise, die Aldi seinen Lieferanten zahlen müsse.

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Historische Preissprünge für Lebensmittel bei Aldi

„Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es Sprünge bei den Einkaufspreisen, die wir so noch nicht erlebt haben.“ Dies liege auch daran, dass Futter- und Düngemittel sowie Energie sich verteuert hätten. Das wiederum hätten die Landwirte bei ihrer Viehhaltung und die fleischverarbeitende Industrie zu spüren bekommen.

Wie die WAZ berichtet, sollen einzelne Lebensmittel bei Aldi künftig 20 bis sogar 50 Prozent mehr kosten. Das sind historische Preissprünge, die es so noch nie gegeben hat. Aldi erhöhte bereits vor zwei Wochen die Preise für etwa 160 Artikel, eine Woche später verteuerten sich 20 weitere Artikel.

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Deutsche Verbraucher und Unternehmen müssen sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts auf weitere Preiserhöhungen einstellen. imago images/Eibner Europa

Aldi verspricht nach Preiserhöhung für Lebensmittel: Keine leeren Regale

Trotz der angespannten Situation warnt Aldi vor Panikmache. „Es wird keine leeren Regale geben“, prophezeit Geschäftsführer Scholbeck. Lediglich Engpässe seien aufgrund der nach wie vor gestörten Lieferketten möglich. „Wenn Klopapier heute fehlen sollte, wird es morgen wieder da sein“, so Scholbeck.

Mit seinem Vorgehen ist Aldi übrigens keineswegs allein – im Gegenteil. Denn Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auch bei anderen Discountern und in Supermärkten tiefer in die Tasche greifen als zuvor.

Aufgrund der Situation auf den Weltmärkten ließen „sich steigende Verkaufspreise in der gesamten Branche […] nicht immer vermeiden“, teilte zum Beispiel Edeka vergangene Woche mit.

Das Münchner Ifo-Institut veröffentlichte am Donnerstag eine Umfrage, der zufolge 94 Prozent der Lebensmittelhändler hierzulande ihre Preise erhöhen wollen. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen.