Martin Huber ist neue Generalsekretär der CSU. dpa/Peter Kneffel

Das geht ja munter weiter bei der CSU. Erst vor wenigen Tagen trat Generalsekretär Stephan Mayer zurück. Offiziell aus gesundheitlichen Gründen, jedoch kam am gleichen Tag heraus, dass Mayer einen Journalisten persönlich bedroht haben sollte. Also wurde der 44 Jahre alte Martin Huber auf den Posten gesetzt – doch der brachte direkt seinen eigenen Skandal mit!

Denn unmittelbar nach der Ernennung Hubers zum neuen CSU-Generalsekretär wurden Plagiatsvorwürfe gegen den Bayern laut. Laut eines Berichts der „Bild am Sonntag“ (BamS) stieß der Experte Jochen Zenthöfer in Hubers Dissertation auf zahlreiche Plagiate. Dabei soll es um mehr als einzelne Fehler bei der Zitierweise gehen. Es sei ein Stadium erreich, an dem die Universität die Arbeit überprüfen müsse. Das bedeute aber nicht, dass der Doktorgrad auf jeden Fall weg sei.

Laut Zenthöfer würden sich auf den ersten 26 Seiten der Arbeit, die sich „Einfluss der CSU auf die Westpolitik der Bundesrepublik Deutschland von 1954-1969 im Hinblick auf die Beziehungen zu Frankreich und den USA“ beschäftigt, bereits 25 Zitate ohne oder mit falscher Quellenangabe finden. „Mit dieser Arbeit hätte Herr Huber nicht promoviert werden dürfen“, sagte Zenthöfer der BamS.

Opposition fordert von Huber Doktortitel nicht mehr zu führen

Martin Hagen von der bayerischen FDP-Landtagsfraktion forderte Huber auf, seinen Doktortitel zunächst nicht mehr zu tragen. Der versicherte der dpa: „Meine Doktorarbeit wurde von mir nach bestem Wissen und Gewissen erstellt.“ Dennoch werde er aus Gründen der Transparenz die Ludwig-Maximilians-Universität München bitten, die Arbeit noch einmal zu überprüfen.

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Was bei der Prüfung herauskommt, ist unklar. Sicher ist: Unglücklich ist die Gemengelage allemal. Schließlich war Huber erst am Freitag als CSU-Generalsekretär vorgestellt worden.