Markus Söder (CSU, r.) will sich jetzt in Armin Laschets (CDU) Wahlkampf einmischen. dpa/Kay Nietfeld

CSU-Chef Markus Söder plagt die Angst vor dem Machtverlust der Union am Tag der Bundestagswahl am 26. September: Am Donnerstag hat der bayerische Regierungschef bei einer Präsidiumssitzung seiner Partei angesichts schlechter Umfragewerte der Union Alarm geschlagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Nach einer neuen Umfrage habe die Union nur noch einen Prozentpunkt Vorsprung.

Neue Bundesregierung ohne CDU und CSU?

Söder sprach den Angaben zufolge von einem Trend, der „dramatisch“ sei. Es sei nicht sicher, wie es weitergehe, habe Söder gesagt. Es bestehe nach der Wahl die Gefahr einer Ampel-Koalition (SPD, FDP und Grüne) oder eines Linksbündnisses.

Am Donnerstag war eine Umfrage des Instituts Kantar veröffentlicht worden, der zufolge die Union bei 22 Prozent liegt, dicht gefolgt von der SPD mit 21 Prozent.

Genauso hauchdünn ist der Vorsprung der Union im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv. Wäre schon jetzt Bundestagswahl, kämen CDU/CSU auf 23, die SPD auf 21 und die Grünen auf 19 Prozent.

„Man kann es drehen, aber leicht ist es nicht“, wurde Söder zitiert. Er selbst helfe gerne und bekomme aus ganz Deutschland Aufforderungen, mehr zu tun.