Ein Feuerwerk ist während Deutschlands größter Silvesterparty hinter dem Brandenburger Tor zu sehen. Fällt der Lichterzauber 2021 wieder bescheiden aus?  dpa/Ralf Hirschberger

Am Rande des inoffiziellen Bund-Länder-Treffens unter Vorsitz der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und des zukünftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz sind drastische Beschlüsse vorbereitet worden, die offenbar in Kürze umgesetzt werden sollen. Michael Kretschmer ist Ministerpräsident Sachsens, das Land mit den höchsten Corona-Inzidenzen ganz Deutschlands. Geisterspiele: Die sind in Sachsen aufgrund der Corona-Not bereits Wirklichkeit. In den übrigen Bundesländern sollen Geisterspiele ebenfalls im Laufe der Woche wiederkommen.

Laut Kretschmer wurde auch das Thema Silvester und Feuerwerk angesprochen. Dazu werde man in den kommenden Tagen noch eine Diskussion führen. Ein Verzicht auf Feuerwerk ist laut Kretschmer „absolut notwendig“. Je eher man das sage, desto geringer sei der wirtschaftliche Schaden für den Handel. Es dürfe jetzt keine zusätzlichen Kontakte geben. Man brauche Abstand, um im neuen Jahr wieder gut durchzustarten. „Wir sind in einer Phase, die wirklich ernst ist.“ Man könne jetzt von Jeder und Jedem verlangen, sich an die Regeln zu halten.

Kommunen wollen wieder Böllerverbotszonen einrichten

Zuvor war der Ruf nach einem Böllerverbot bereits von Kommunen und Umweltschützern laut geworden. Die Deutsche Umwelthilfe rief auf Facebook dazu auf, auf Böller und Raketen zu verzichten. „Bye-bye Böller! Wir wünschen uns dieses Jahr ein Silvester ohne Böller und Raketen - das schützt unsere Gesundheit, Haustiere, Wildtiere und die Umwelt.“

Neben Berlin hatten bereits Bremen, Göttingen und Hamburg angekündigt, Böllerverbotszonen auszuweisen oder haben bereits welche eingerichtet. Münchens Oberbürgermeister möchte Böller und Feuerwerk flächendeckend verbieten.