Raketenabschuss im Gazastreifen Richtung Israel. AFP/MOHAMMED ABED

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben ihre Raketenangriffe auf Israel nach Norden ausgeweitet. Nach Angaben der Armee ertönten am Dienstagmittag auch in der Hafenstadt Aschdod Warnsirenen. Die Stadt liegt nördlich von Aschkelon an der Mittelmeerküste, das zuvor massiv beschossen wurde.

Nach Angaben der Polizei gab es sechs Einschläge in Aschkelon und zwei in Aschdod. In Aschkelon wurde Medienberichten zufolge eine Schule getroffen, in der aber kein Unterricht stattfand.

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Die Al-Kassam-Brigaden, der militärische Flügel der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas, bekannten sich zu den Angriffen. Militante Palästinenser im Gazastreifen beschießen Israel seit Montagabend massiv mit Raketen. Israels Luftwaffe reagiert darauf mit Luftangriffen in dem Küstengebiet.

Terrortruppe Hamas: Zerstörung Israels als Ziel

 Extremisten feuerten nach Angaben des israelischen Militärs bislang mehr als 200 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel. Israels Militär reagierte auf den Beschuss mit rund 130 Angriffen auf Ziele im Gazastreifen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereitete seine Landsleute auf einen längeren Konflikt vor.

Nach Angaben eines Armeesprechers wurden nach derzeitigem Stand 15 Mitglieder der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas und des militanten Islamischen Dschihads getötet. Das Gesundheitsministerium in Gaza gab die Zahl der Toten im Zuge der Eskalation der Gewalt mit 23 an, unter ihnen neun Kinder. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden.

Die Hamas herrscht im Gazastreifen. Sie wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hat die Zerstörung Israels zu ihrem Ziel erklärt.