Einsatzkräfte der Feuerwehr schieben nach dem Messerangriff eine Trage mit einem Verletzten. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa

Paris - Nach der Messerattacke nahe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ sollen andere symbolische Orte in Frankreich besser geschützt werden. Auch zu den anstehenden jüdischen Feiertagen wie Jom Kippur sollen etwa Synagogen mehr Schutz erhalten.

Mit diesem Hackmesser war der Angreifer auf die beiden Journalisten losgegangen. Foto: David Cohen/AP

Am Freitagmittag sind zwei Mitarbeiter einer TV-Produktionsfirma in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ angegriffen und mit Messerstichen verletzt worden. Anti-Terror-Fahnder ermitteln, Innenminister Gérald Darmanin sprach von einem „islamistischen Terrorakt“. Laut Medienberichten sind sieben Personen in Gewahrsam, darunter auch ein früherer Mitbewohner des Hauptverdächtigen Ali H.

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Die Polizei bei der Festnahme eines Verdächtigen Foto: Laura Cambaud/AFP

Der 18-Jährige kam nach Angaben des Innenministers vor einigen Jahren als unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter nach Frankreich. Er soll Berichten nach in Pakistan geboren worden sein und die Tat gestanden haben. Er habe keine Anzeichen einer Radikalisierung gezeigt, so der Minister. Allerdings war Ali H. bereits im Juni festgenommen worden, weil er einen verbotenen Gegenstand bei sich trug. Als Motiv für den Angriff am Freitag habe H. das erneute Erscheinen der umstrittenen „Mohammed-Karikaturen“ in dem Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ angegeben, berichten mehrere Medien unter Berufung auf Ermittler.

Grund für die erneute Publikation ist ein derzeit laufender Prozess gegen mutmaßliche Hintermänner der Terrorserie im Januar 2015. Damals wurden über mehrere Tage insgesamt 17 Menschen getötet - alles begann mit einer mörderischen Attacke auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ nach der Veröffentlichung von „Mohammed-Karikaturen“. Die Redaktion ist danach an einen geheimen Ort umgezogen.