Bundeskanzlerin Angela Merkel.  Foto: imago images/IPON

Bund und Länder wollen wohl erst bei Beratungen am 23. November entscheiden, ob der auf November befristete Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie vor Weihnachten verschärft werden muss oder teils gelockert werden kann. Vor dem geplanten Treffen der Kanzlerin mit den Länderchefs am Montag plädierten mehrere Länder bei einer Vorbesprechung mit dem Kanzleramt am Sonntag dafür, vor weitreichenden Entscheidungen eine weitere Woche die Entwicklung bei den zuletzt auf hohem Niveau stagnierenden Corona-Infektionszahlen abzuwarten. Zuerst hatte der „Spiegel“ über das Datum berichtet.

Als größter Knackpunkt bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Montag (14.00 Uhr) zeichnete sich das Schulthema ab. Zwar sei man im Grundsatz einig, dass die Schulen für Präsenzunterricht geöffnet bleiben sollten. Eine Mehrheit der Länder wolle jedoch aktuell nichts an den derzeit geltenden Regelungen ändern. Das Kanzleramt dagegen sei bereit, schon jetzt über Änderungen, etwa bei Abstandsregeln, der Gruppengröße oder die Einführung von Wechselmodellen im Unterricht zu reden. Hier seien die Fronten verhärtet, war zu hören.

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Nach weiteren Informationen galt es als wahrscheinlich, dass es in der Runde am Montag eine Verschärfung der bestehenden Kontaktbeschränkungen geben könnte. Seit dem 2. November gilt, dass sich nur Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstands in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen, maximal jedoch 10 Personen. Als denkbar wurde nun bezeichnet, dass man sich auf eine weitere Beschränkung einigen könne - beispielsweise darauf, dass nur noch ein Hausstand und eine weitere Person zusammenkommen dürften.

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Nicht unwahrscheinlich sei, dass man sich an diesem Montag auf Maßnahmen im Bereich der Kommunikation einigen werde, hieß es weiter. So sei eine Art „Knigge“ denkbar, in dem Verhaltensregeln etwa für Kinder und Familien enthalten sein könnten. Darüber berichtete auch die „Bild“-Zeitung. Demnach soll:

► ein Haushalt nur EINEN weiteren Haushalt treffen. Und zwar immer DENSELBEN.
► Auch Kinder sind betroffen: Ein Kind soll sich, wenn möglich, immer mit demselben Freund oder derselben Freundin treffen.
► Schon bei leichten Erkältungssymptomen sollen die Bürger sofort zu Hause bleiben und sich eine elektronische Krankschreibung ausstellen lassen.
► Zudem werde auch der Schutz von Risikogruppen erneut eine Rolle spielen - diesmal aber von jenen alten und kranken Menschen, die nicht innerhalb eines Heimes lebten. Eine Isolation der Menschen soll aber unbedingt verhindert werden.