Angela Merkel sollen insbesondere die vollen Busse und Bahnen große Sorgen bereiten.  Foto: AP/Markus Schreiber

Aus Angst vor den Corona-Mutationen plant das Kanzleramt offenbar eine massive Verschärfung des Lockdowns. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Im Kanzleramt werde etwa überlegt, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bundesweit einzustellen. Insbesondere Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sind dem Bericht zufolge die vollen Busse und Bahnen ein Dorn im Auge, insbesondere im Vergleich zum Lockdown im Frühjahr. Merkel wies das allerdings in einer  Online-Sitzung des CDU-Präsidiums zur Vorbereitung des Wahlparteitags der CDU zurück, wie die dpa unter Berufung auf mehrere Teilnehmer berichtet. 

Ministerpräsidenten-Runde schon nächste Woche

Die Kanzlerin will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder bei einem Krisen-Gipfel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das machte Merkel ebenfalls laut Teilnehmern in der Online-Sitzung deutlich. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Nach weiteren Angaben sind Montag oder Dienstag kommender Woche als Termin im Gespräch. Eine Festlegung gebe es aber noch nicht. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sagte laut den dpa-Informationen, die nächste Sitzung solle so bald wie möglich stattfinden. Ein Schwerpunkt der Beratungen müsse auf die Altenheime gelegt werden.

Laut dem Bild-Bericht setzen sich einige Bundesländer für eine Homeoffice-Pflicht ein. Der Vorstoß von Markus Söder für eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht sei auch ein Thema bei den Gesprächen. 

Verkehrsminister Andreas Scheuer prüfe derzeit, wie die Versorgung der Bevölkerung in einem solchen Falle zu gewährleisten wäre. „Es herrscht die blanke Angst wegen der Mutation“, zitiert die Zeitung einen Teilnehmer der Kabinettssitzungen.

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Vor zwei Tagen soll es laut Bild-Bericht bereits ein geheimes Treffen zwischen Merkel und Gesundheitsminister Spahn gegeben haben, bei dem es um mögliche Verschärfungen gegangen sei. Die Verschärfungen sollen laut Bild-Bericht mindestens im kompletten Februar gelten.