Zunächst läuft das Pfand-System als Versuchsreihe in Berlin und München. imago/Itar-Tass

Milliarden umweltschädlicher Einwegverpackungen gehen in Filialen von McDonald's über die Ladentheke, doch jetzt will der Fastfood-Riese Schluss damit machen, als gigantischer Umweltsünder abgestempelt zu werden.

Testlauf in Restaurants in Berlin

Denn unter dem Motto „Weniger ist Mehr(weg)!“ testet der Fastfood-Gigant jetzt in zehn Restaurants (u. a. im Raum München und in Berlin) die Ausgabe der beliebtesten Getränke und Desserts in eigenen Mehrweg-Pfandverpackungen.

Die Ausgabe der neuen Verpackungen erfolgt auf Nachfrage der Gäste und für Bestellungen im Restaurant und am McDrive. Vor Ort haben Gäste auch die Möglichkeit, Feedback zu den neuen Verpackungen zu geben.

Pro Verpackung ein Euro Pfand

Pro Verpackung wird ein Euro Pfand erhoben. Bei der Rückgabe der Mehrwegbecher in den teilnehmenden Testrestaurants wird das Pfand vollständig rückerstattet. So will McDonald's sicherstellen, dass die Verpackungen den Weg zurück ins Restaurant finden und wiederverwendet werden können.

Das Live-Experiment wird zunächst bis Ende des Jahres laufen, bevor Ende 2022 die Mehrweg-Lösung dann deutschlandweit in allen Restaurants angeboten werden soll. 

Mit dem Projekt kommt McDonald's der gesetzlichen Mehrwegpflicht zuvor, die ab 2023 greift. Restaurants, Imbisse und Cafés müssen ihren Kunden dann beim Straßenverkauf neben Einwegverpackungen auch alternativ eine Mehrwegvariante anbieten.