Schulunterricht wieder im Klassenraum: Das wollen zwei Drittel der Deutschen. Foto: dpa/Gregor Fischer

Knapp zwei Drittel der Bundesbürger sind unter Einhaltung von Test- und Hygienekonzepten für eine sofortige Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht. 65,2 Prozent sind nach einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion auf jeden Fall oder eher dafür.  24,7 Prozent sind auf jeden Fall oder eher dagegen.  

Die Politik denkt inzwischen verstärkt über den künftigen Schulbetrieb nach, für den die Bundesländer zuständig sind. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte am Wochenende von allen Ländern einen Fahrplan für Impfungen ab zwölf Jahren gefordert, möglichst bis zum Beginn des kommenden Schuljahres. 

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Die Sommerferien enden für die ersten Länder jedoch bereits Ende Juli. Wenn die älteren Kinder also bis dahin zweimal mit Biontech oder Moderna geimpft sein sollen und Immunisierung volle Wirkung entfaltet, müssten die ersten spätestens Mitte Juni die erste Spritze erhalten.

Die Rückkehr zum Präsenzunterricht ist nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) kein entscheidender Grund für die  Impfung von Kindern. Im Vordergrund müsse die Frage stehen, wie hoch ihre Corona-Gefährdung sei, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens. Die Europäische Gesundheitsbehörde EMA prüft, ob sie den Impfstoff von Biontech für unter 18-Jährige empfiehlt. Moderna will Anfang Juni ebenfalls eine europäische Impfstoffzulassung für 12- bis 17-Jährige beantragen.