Mit dem Wegfall von Corona-Regeln stiegen die Zahlen der Friseur-Kunden und der Friseure. dpa/Armin Weigel

Die Inflation steigt, unerfreulich. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland dagegen ist weiter gesunken, erfreulich. Im Mai waren 2,26 Millionen Menschen ohne Job, 50.000 weniger als im April und 428.000 weniger als vor einem Jahr. Laut Bundesagentur für Arbeit sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent.

„Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Mai erneut gesunken. Die Beschäftigung nimmt weiter zu, und die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften bewegt sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur. Er warnt allerdings vor Euphorie: „Der russische Krieg gegen die Ukraine und Lieferengpässe belasten jedoch die Aussichten.“

Ansturm auf Friseure und Fußpfleger hilft gegen Arbeitslosigkeit

Handel und Dienstleistungen hätten vom Ende der coronabedingten Einschränkungen profitiert. Vor allem bei „körpernahen Dienstleistungen“ wie Friseuren oder Fußpflegern hatte es zuletzt nach Darstellung von Volkswirten einen erheblichen Konjunkturschub gegeben.

Der Mangel an Fachkräften wird weiter zum Problem auf dem Arbeitsmarkt. Die Nachfrage nach neuem Personal bewege sich im Mai weiter auf sehr hohem Niveau, hieß es aus Nürnberg. Im Mai waren 865.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 211.000 mehr als vor einem Jahr.