Nur Bares ist Wahres: Mit teilweise skurrilen Plakaten hatten Länder-Mitarbeiter für mehr Gehalt demonstriert.
Nur Bares ist Wahres: Mit teilweise skurrilen Plakaten hatten Länder-Mitarbeiter für mehr Gehalt demonstriert. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Mehr als eine Million Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Bundesländer bekommen vom Dezember kommenden Jahres an 2,8 Prozent mehr Geld und spätestens im März 2022 eine Corona-Sonderzahlung von netto 1300 Euro. Darauf einigte sich Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) am Montag in Potsdam. Nach mehreren Warnstreiks sind weitere Ausstände damit vom Tisch.

Für Beschäftigte im Gesundheitswesen gibt es erhöhte Zuschläge, die sich pro Monat und Berufszweig auf über 200 Euro summieren.

Die Entgelte von Azubis, Praktikanten und Studierenden im öffentlichen Dienst der Länder steigen um 50 Euro, im Gesundheitswesen um 70 Euro. Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Zu den Tarifbeschäftigten kommen rund 1,4 Millionen Beamte sowie rund eine Million Versorgungsempfänger (Pensionäre), auf die der Abschluss übertragen werden soll.

 Die Verhandlungen seien ausgesprochen schwierig gewesen, sagte ver.di-Chef Frank Werneke. Mit der Gehaltssteigerung (gefordert war fünf Prozent und mindestens 150 Euro mehr im Monat) sei man nicht vollends zufrieden. Der Verhandlungsführer der Länder, Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU): „Wenn es beiden Seiten wehtut, ist es meistens ein guter Kompromiss.“  

Hessen ist nicht Teil der TdL, vereinbarte im Oktober ein Plus von vier Prozent plus einmalig 1000 Euro.