Alfred Sauter (CSU) war Justizminister in Bayern. Foto: dpa/David-Wolfgang Ebener

Der unter Korruptionsverdacht stehende langjährige CSU-Vorstand Alfred Sauter hat alle Parteiämter niedergelegt. Außerdem lasse er seine Mitgliedschaft in der CSU-Landtagsfraktion bis zum Ende des gegen ihn laufenden Verfahrens ruhen, teilte Sauter am Sonntag in einer persönlichen Erklärung mit.

Gleichzeitig erklärte der 70-Jährige, er sei überzeugt, in keiner Weise gegen Abgeordnetenpflichten und gegen Gesetze verstoßen zu haben.

Alle aktuellen News aus Politik & Wirtschaft finden Sie hier.

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen Sauter wegen eines Anfangsverdachts Korruptionsermittlungen. Er hat die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückgewiesen. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch den Staat – und in Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein, der wie Sauter ebenfalls aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg stammt.

Der frühere Justizminister Sauter hat zugegeben, die Verträge für das Geschäft ausgearbeitet zu haben, bei dem Nüßlein 660.000 Euro Provision kassiert haben soll. Spekulationen über ein Honorar in Höhe von einer Million Euro wollte Sauter aber nicht bestätigten.