Mit seinem Bentley kam Mario Ohoven von der Fahrbahn ab. Foto: Rainer Jensen/dpa

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) trauert um seinen Präsidenten: Mario Ohoven (74) starb am Samstag bei einem Verkehrsunfall, wie der BVMW am Sonntag mitteilte.

„Unser Präsident Mario Ohoven wurde gestern durch einen Verkehrsunfall plötzlich aus seinem Leben gerissen. Präsidium, Vorstand, Geschäftsführung, Mitarbeiter und Mitglieder des BVMW sind in tiefer Trauer um den Mittelstandspräsidenten vereint“, heißt es im Schreiben des Verbands.

Mario Ohoven mit seiner Ehefrau Ute-Henriette Foto: Henning Kaiser/dpa

„Er war das Gesicht und die Stimme des BVMW, sein Wort hatte großes Gewicht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unermüdlich hat er sich an der Spitze des deutschen und europäischen Mittelstands für die Millionen Mittelständler und Selbstständigen eingesetzt.“

Mario Ohoven und TV-Moderatorin Nazan Eckes im Februar 2020 in Berlin bei der United Hearts Charity Gala zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall Foto: Imago Images/Gartner

Wie „Express“ berichtet, war der Düsseldorfer am Sonnabend auf der A44 bei Ratingen in seinem Wagen hinter dem Tunnel Reichswaldallee in Fahrtrichtung Düsseldorf gegen die Mittelleitplanke und danach gegen das Fundament einer Schilderbrücke geprallt, bis der Wagen schließlich an einer Böschung zum Stehen kam. 

Der Fahrer war zunächst in seinem Bentley eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Er starb noch am Unfallort.

Der Bentley von Ohoven kam nach dem Crash an der Böschung neben der Autobahn zum Stehen. Foto: Feuerwehr Ratingen

Der 1946 in Neuss (Nordrhein-Westfalen) geborene Anlageberater war seit 1998 Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und seit 2002 der Europäischen Vereinigung der Verbände kleiner und mittlerer Unternehmen. Der gelernte Bankkaufmann galt als Gesicht und Stimme des BVMW. Im Jahr 2005 hatte der Lobbyist sein Unternehmen Investor- und Treuhand-Beteiligungsgesellschaft verkauft.

Mario Ohoven war mit der UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven (74) verheiratet. Er hinterlässt zudem die gemeinsamen Kinder Michael (46) und Chiara (35).

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte, Ohoven habe Großes für die mittelständische Wirtschaft geleistet. „Ich habe ihn sehr geschätzt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Mitarbeitern“, schrieb der CDU-Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter.

Zuletzt wandte sich Ohoven strikt gegen die Verhängung eines erneuten Lockdowns und machte auf die möglichen wirtschaftlichen Folgen aufmerksam.