Der Hauptangeklagte Stephan E. Foto: Ronald Wittek/AFP

Frankfurt/M. - Im Prozess um den rechtsextremistisch motivierten Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke hat ein Gutachter den Hauptangeklagten Stephan E. als schuldfähig eingestuft.

Außerdem sehe er die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung als erfüllt an, sagte der psychiatrische Sachverständige vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main aus. Er gehe davon aus, dass Stephan E. weitere vergleichbare schwere Straftaten begehe, wenn er die Möglichkeit dazu habe.

Der Generalbundesanwalt wirft dem Angeklagten vor, den CDU-Politiker am 1. Juni 2019 auf auf der Terrasse von dessen Wohnhaus bei Kassel erschossen zu haben. Sein früherer Arbeitskollege, der zweite Angeklagte Markus H., wird der Beihilfe zum Mord beschuldigt. Er soll Stephan E. politisch beeinflusst haben. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremistischen Motiv für die Tat aus.