Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi dpa/Zuma Press/Alessandro Di Meo/LaPresse

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach mehrtägiger Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 84-Jährige sei darauf erpicht, zur „vollen Aktivität“ zurückzukehren, erklärte dazu am Sonnabend der Vizechef von Berlusconis Partei Forza Italia, Antonio Tajani.

Berlusconi war am Dienstag in das Mailänder Krankenhaus San Raffaele eingeliefert worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP hing seine Einlieferung mit Spätfolgen seiner Corona-Infektion zusammen. Der frühere Ministerpräsident hatte sich im vergangenen Jahr mit dem Virus infiziert. Es war bereits das vierte Mal in diesem Jahr, dass Berlusconi ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Prozess um „Bunga-Bunga-Partys“ läuft

Der 84-jährige Politiker steht derzeit erneut wegen seiner „Bunga-Bunga-Partys“ vor Gericht. Mehrere Anhörungen in dem Verfahren mussten aufgrund seines Gesundheitszustands verschoben werden.

Berlusconi hatte in den vergangenen Monaten häufig mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Im Januar wurde er mit Herzproblemen in einer Klinik in Monaco behandelt. Im Februar kam er nach einem Sturz noch einmal ins Krankenhaus. Im März ließ er sich dort mehrmals wegen Corona-Spätfolgen behandeln.

Berlusconi war im Laufe des Jahres wiederholt in der San-Raffaele-Klinik gewesen. Am Freitag hatte es in sozialen Netzwerken und in Rom deswegen sogar Gerüchte gegeben, dass der Medien-Unternehmer im Sterben liegen könnte.

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Berlusconi war zwischen den Jahren 1994 und 2011 insgesamt viermal italienischer Regierungschef.

Trotz zahlreicher Skandale ist Berlusconi bei vielen Italienern nach wie vor beliebt. Ungeachtet seines hohen Alters verfügt der zu den reichsten Männern des Landes gehörende Unternehmer noch immer über großen politischen Einfluss.