Deutschland vor dem Lockdown.  Foto: imago images/Christian Ohde

Deutschland vor dem Knallhart-Lockdown. Angesichts der hohen Infektionszahlen werden die Corona-Maßnahmen deutlich verschärft. Bund und Länder haben sich auf gemeinsame Maßnahmen geeinigt. Hier finden Sie den Beschluss im Wortlaut. Der KURIER berichtet live. 

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Beschlüsse. 


+++ 17.21 Uhr +++

Autokorso gegen Lockdown-Beschluss

Nach der Verkündung des harten Lockdowns wegen der Corona-Pandemie haben in Düsseldorf Gegner der Maßnahmen demonstriert. In einem Auto-Korso fuhren sie durch die Stadt. Der neue Lockdown werde Hunderttausende Arbeitsplätze kosten, kritisierte ein Redner. Die Demonstration sei mit 50 Wagen angemeldet gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Verkehrsstörungen hätten sich in Grenzen gehalten.

+++ 17.17 Uhr

Verstärkte Polizei-Präsenz auf öffentlichen Plätzen

Die Gewerkschaft der Polizei hat die verschärften Corona-Regeln begrüßt. „Es ist nicht mehr die Zeit, Schlupflöcher zu suchen“, sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek. Die Polizei werde wie bisher auch stärker auf öffentlichen Plätzen und an „neuralgischen Punkten“ präsent sein. „Die klaren Maßnahmen erleichtern uns dabei eher die Arbeit. Ein Alkoholverbot in Städten reduziert die Wahrscheinlichkeit von Ansammlungen in der Öffentlichkeit. Das Verkaufsverbot für Pyrotechnik entspannt die Situation zu Silvester.“

+++ 16.59 Uhr +++

Keine "Black Friday"-Rabattaktionen

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat den Handel davor gewarnt, mit Rabattaktionen bis zum Lockdown die Kauflust weiter anzuheizen. Auch die Bürger sollten "an den kommenden beiden Tagen keinen Black Friday veranstalten, sondern nur die nötigsten Einkäufe tätigen", forderte Tschentscher am Sonntag bei "Bild Live". Die Menschen sollten in diesem Jahr auf geplante Weihnachtseinkäufe verzichten. Grundsätzlich begrüßte Tschentscher die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels.

+++ 16.55 Uhr +++

"Wir brauchen Ruhe und Reduktion"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) via Twitter: 

+++ 16.22 Uhr +++

Ärzteverband: In Kliniken ist die rote Linie erreicht

Der Ärzteverband Hartmannbund hat den von Bund und Ländern beschlossenen harten Lockdown begrüßt. Bei der Belastung des Personals in den Kliniken sei „die rote Linie erreicht“, erklärt der Verband. „Allein also vor diesem Hintergrund gibt es zu einem harten und klaren Schritt keine Alternative mehr“. Positiv sei auch, dass nun „aus dem Flickenteppich der vergangenen Monate“ offensichtlich wieder ein einheitlicher Maßnahmenkatalog „ohne regionale Sonderwege“ geworden sei, heißt es in der Erklärung weiter.

+++ 15:51 Uhr +++

Grafiken zeigen erschreckende Entwicklung

Die erschreckende Entwicklung der Infektionen und Todesfälle in den vergangenen Wochen.

+++ 15:47 Uhr +++

Angela Merkel bei der Pressekonferenz

Die Bundeskanzlerin erklärt die Beschlüsse. 

+++ 15:41 +++

Weihnachten bleibt das Fest der Hoffnung

Kai Wegner, Vorsitzender der CDU Berlin zu den Beschlüssen von Bund und Ländern:

„Das Coronavirus ist leider völlig außer Kontrolle. Die Entwicklung der letzten Wochen war leider nicht so, wie wir es alle gehofft und uns gewünscht haben. Die Lage ist sehr sehr ernst und mahnt zum entschlossenen Handeln. Daher sind die heute getroffenen Maßnahmen zwar hart und überaus schmerzhaft, aber unausweichlich und konsequent.

Es ist gut, dass es einheitliche Regeln für ganz Deutschland gibt. Alle sind jetzt gefordert, diese Maßnahmen zu beachten und sich konsequent daran zu halten. Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität. Mein Dank gilt besonders in diesen Tagen den Ärzten, den Beschäftigten in den Krankenhäusern und den Pflegeeinrichtungen, den Familien und den unzähligen fleißigen und stillen Helden des Alltags, die am Rande ihrer persönlichen Belastungsgrenze Enormes leisten.

Die Überbrückungshilfen insbesondere für den Handel und damit insbesondere für die Innenstädte müssen nun schnell bei den Betroffenen ankommen.

Das Weihnachtsfest 2020 wird anders werden. Aber gerade in diesem Jahr ist es wichtig, Weihnachten als das zu verstehen, was es ist: ein Fest der Hoffnung.“

+++ 15:38 +++

Giffey: Kitas und Schulen schnell wieder öffnen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat eine rasche Wiedereröffnung von Schulen und Kitas gefordert, sobald die Infektionslage dies zulässt. Schulen und Kitas müssten "mit die ersten Orte" sein, "die so bald wie möglich wieder öffnen", erklärte Giffey am Sonntag in Berlin. Die Schließung dürfe nur "das letzte Mittel" sein. "Bei allen Einschränkungen gerade für die Kinder und Jugendlichen muss das Kindeswohl und der Kinderschutz berücksichtigt werden."

Für Familien sei es eine "große Erleichterung", dass das Bundesarbeitsministerium in Zusammenarbeit mit ihrem Haus zusätzliche Möglichkeiten für Eltern schaffen wolle, für die Betreuung der Kinder bezahlten Urlaub zu nehmen, erklärte Giffey. Die gesetzlichen Regelungen dafür sollten noch in dieser Woche auf den Weg gebracht werden.

Franziska Giffey die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Foto: imago images/Political-Moments

+++ 15:32 +++

Merkel: Beschlüsse sind gerichtsfest

Bund und Länder rechnen nicht damit, dass die Gerichte Maßnahmen für einen harten Lockdown demnächst wieder kippen könnten. Im Frühjahr hätten die Gerichte im Grunde erst gehandelt, als es um Lockerungen und damit um die "Frage der Gleichbehandlung" ging, sagte Merkel am Sonntag in Berlin nach Beratungen mit den Länderregierungschefs. Diese Frage stelle sich jetzt nicht so stark. Der Staatsrechtler Ulrich Battis räumt Klagen hingegen durchaus Erfolgschancen ein.

+++ 15:00 Uhr +++

Härteste Zeit der Pandemie

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagt Deutschland die härteste Zeit in der Corona-Pandemie voraus. „Die nächsten drei Monate werden die mit Abstand härtesten Monate im gesamten Verlauf der Pandemie. Wir werden den harten Lockdown durchstehen und auch danach weiter sehr vorsichtig sein müssen“, so Lauterbach im Interview mit der Welt. „Die Pandemie käme sofort zurück, wenn wir nach dem 10. Januar stark lockern würden. Daher werden wir Teile des öffentlichen Lebens geschlossen halten müssen.“

+++ 14:54 Uhr +++

Diese Geschäfte dürfen öffnen

Der Einzelhandel muss ab Mittwoch schließen. Hier noch einmal die Liste der Ausnahmen aus dem offiziellen Beschluss von heute: 

+++ 14:46 Uhr +++ 

Markus Söder via Twitter

+++ 14:42 Uhr +++

Schulen in Brandenburg sofort dicht

In Brandenburg werden die Schulen schon ab Montag für den Präsenzunterricht größtenteils geschlossen. Das teilte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach der Beratung der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag mit. Ausgenommen bleiben Abschlussklassen und Förderschulen. Nach den Weihnachtsferien soll es für alle anderen Schüler bis zum 10. Januar nur noch Distanzunterricht geben.

Dietmar Woidke (SPD), Brandenburgs Ministerpräsident.  
Foto: Jörg Carstensen/dpa

+++ 14:16 Uhr +++ 

Polizei löst Party in Kita auf

Die Polizei hat in Dortmund eine Party in einer Kindertagesstätte aufgelöst. Anwohner beschwerten sich zuvor am Freitagabend über eine Ruhestörung, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Als die Streife bei der Kita eintraf, schallte die Musik bis auf die Straße. In einem Raum der Kindertagesstätte feierten demnach 14 Beschäftige bei verschlossenen Fenstern.

Sie saßen den Angaben zufolge ohne Mund-Nasen-Schutz dicht an dicht zusammen. Ein Büffet, laute Musik und Alkohol deuteten laut Polizei auf ein Fest hin. Gegen die Anwesenden wurden Platzverweise ausgesprochen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen der Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung gestellt.

+++ 13:58 Uhr +++

Bundesliga läuft weiter

Während das öffentliche Leben samt Einzelhandel und Schulen ab Mittwoch und bis zum 10. Januar drastisch heruntergefahren werden soll, darf demnach in den nationalen Sport-Ligen rund um den Jahreswechsel weiter ohne Zuschauer gespielt werden. Das gilt auch und vor allem für die Fußball-Bundesliga.  Mehr dazu hier. 

Aufatmen bei den Profis der Fußball-Bundesliga. 
Foto:  imago images/Michael Weber

+++ 13.34 Uhr +++

"Das können Schulen nicht mehr leisten"

Tom Erdmann, Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW, verlangt wegen der Schließung der Schulen eine klare Handlungsanweisung von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD): „Es darf nicht geschehen, dass wieder die Verantwortung auf die Schulen verlagert wird, wie sie damit umzugehen haben.“ Das könnten viele Schulen nicht mehr leisten.

Die Bildungsverwaltung ernte jetzt die Konsequenzen aus ihrem Fehler, keinen Wechselunterricht zugelassen zu haben, wie ihn die GEW gefordert hatte. Weil die Zahl der in den Schulen anwesenden Schüler durch diese Form des Unterrichts nicht halbiert wurde, hätten sich die Schulen zu Teilen des Infektionsgeschehens entwickelt. Die Zeit bis zum Mittwoch müsse jetzt genutzt werden, um im Gespräch mit den Personalräten ein Unterrichtsmodell ohne Anwesenheitspflicht zu entwickeln.

+++ 13.26 Uhr +++

Warnung vor Pleitewelle in Feuerwerks-Branche

95 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet die Feuerwerks-Industrie im Dezember. Das beschlossene Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk werde die Branche hart treffen, befürchtet Thomas Schreiber, Vorstandsvorsitzender des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI). „Im Zweifel droht nun die Insolvenz des gesamten Wirtschaftszweigs“, befürchtet Schreiber. „Wir fordern den vollumfänglichen Ausgleich der dadurch entstehenden Umsatzverluste. Diese liegen im dreistelligen Millionenbereich.“

+++ 13.05 Uhr +++

Schwere Folgen für Einzelhandel

In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben 28 deutsche Einzelhändler gewarnt, dass ein Großteil der Geschäfte in Innenstädten einen frühen harten Lockdown nicht überstehen würde. Ein harter Lockdown schon diese Woche „wäre das Ende der Innenstädte wie wir sie heute kennen“, heißt es in dem Brief.

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, befürchtet schwere Folgen für den Einzelhandel in der Stadt. Zu den finanziellen Ausgleichsmaßnahmen erklärte er dem Berliner KURIER: „Das reicht definitiv nicht.“ Der Handel verlange keine Extrawurst, aber eine Gleichbehandlung sei das Gebot der Stunde.

+++ 12.53 Uhr +++

Hessen-Landeschef: „Keine Polizei unterm Weihnachtsbaum“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat an die Bürger appelliert, die mit dem harten Lockdown beschlossenen Kontaktbeschränkungen im privaten Kreis eigenverantwortlich umzusetzen. In Hessen werde dies nicht die Polizei kontrollieren, sagte Bouffier am Sonntag in Wiesbaden.

Der vom Grundgesetz gesicherte Schutz der eigenen Wohnung gelte selbstverständlich. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir mit Polizei unter dem Weihnachtsbaum Verordnungen durchsetzen müssen“, sagte Bouffier.

+++ 12.50 Uhr +++

Handelsverband: Finanzhilfe reicht definitiv nicht

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, sieht schwere Folgen für den Einzelhandel. Zu den finanziellen Ausgleichsmaßnahmen erklärte er dem Berliner KURIER: „Das reicht definitiv nicht.“ Der Handel verlangt keine Extrawurst, aber eine Gleichbehandlung sei das Gebot der Stunde.

+++ 12:27 Uhr +++ 

Berliner Senat: Sondersitzung noch am Sonntag

Der Berliner Senat wird noch am Sonntag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) gibt die Linie vor: „Der Maßstab bleibt der Gesundheitsschutz für Bürgerinnen und Bürger.“  Deshalb sei es notwendig, Kontakte zu vermeiden, weil die Hoffnung auf den Impfschutz zwar bestehe, aber es werde dauern, bis eine größere Zahl von Menschen geimpft sind.

Er verteidigte die Vereinbarung, dass die Einschränkungen erst am Mittwoch greifen: „Ich habe in meiner Stadt 52 Prozent allein Lebende und  allein Erziehende. Die brauchen Zeit, ihr Leben zu organisieren.“ Das gelte auch für Eltern insgesamt und den Handel.

In Bezug auf die versprochene Notbetreuung von Kita-Kindern und Schülern sagte Müller, sie werde nur in geringem Umfang angeboten werden können.

+++ 12:21 Uhr +++

Lockdown kostet mehr als 11 Milliarden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant aufgrund des Lockdowns neue Milliarden-Hilfen. Für einen Monat werde dies voraussichtlich mehr als elf Milliarden Euro kosten, sagt der Vizekanzler. „Es wird eine sehr umfassende Wirtschafts- und Überbrückungshilfe geben.“ Bis zu 90 Prozent der Fixkosten von geschlossenen Geschäften sollen übernommen werden.

+++ 12:11 Uhr +++

Ausgangssperre in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat strikte nächtliche Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Bislang habe man eine Ausgangssperre von 21.00 bis 5.00 Uhr in Hotspots mit einer Inzidenz von über 200 umgesetzt – da das Land nun aber insgesamt über diesem Wert liege, werde man das jetzt "für ganz Bayern machen", sagte Söder. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist dann nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.

+++ 11:58 Uhr +++

"Die Zeit der Appelle ist vorbei"

Für den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) ist der von Bund und Ländern für Deutschland beschlossene harte Lockdown ohne Alternative. "Die Zeit der Appelle ist vorbei", sagte Kretschmer nach den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Deutschland muss zur Ruhe kommen - nur so haben wir eine Chance, die Kontakte um das notwendige Maß zu reduzieren."

+++ 11:45 Uhr  +++ 

Stilles Silvester

An Silvester und Neujahr wird in Deutschland ein bundesweites An- und Versammlungsverbot gelten. Verkauf von Feuerwerk vor Silvester wird grundsätzlich verboten. "Es wird ein stiller Jahreswechsel", sagte Markus Söder. 

+++ 11:25 Uhr +++

Merkel-Appell

Kanzlerin appelliert: "Bitte vermeiden Sie unbedingt alle Kontakte, die nicht zwingend notwendig sind!"

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown hat nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) „nicht gereicht“. Das exponentielle Wachstum der Corona-Neuinfektionen habe eine Zeit lang gestoppt werden können, sagte Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Sonntag in Berlin. Dann habe es aber eine „Seitwärtsbewegung“ gegeben, und seit einigen Tagen gebe es wieder ein exponentielles Wachstum.

Das Vorhaben sei immer gewesen, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, sagte Merkel. Die nun beschlossene Verschärfung der Maßnahmen habe Auswirkungen auf die Feiertage. Aber: „Wir sind zum Handeln gezwungen und handeln jetzt auch.“

+++ 11:20 Uhr +++

Angela Merkel.  Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Angela Merkel verkündet die Lockdown-Regeln:  

Treffen dürfen sich maximal fünf Freunde, Verwandte und Bekannte maximal aus maximal zwei Hausständen.

Eine Ausnahme gilt Weihnachten: Dann dürfen maximal vier weitere Personen eingeladen werden, aber nur aus dem engstem Familienkreis. 

Keine Ausnahme gibt es für Silvester. 

Der Einzelhandel wird geschlossen, nur Produkte des täglichen Bedarfs (Lebensmittel) dürfen angeboten werden. 

Feuerwerk-Verkauf wird verboten.

Friseure und sonstige Körperpflege-Dienstleister müssen schließen. 

Kinder sollen zu Hause betreut werden: Schulen und Kitas werden geschlossen. Es gibt nur Notbetreuung. 

Homeoffice soll Regel werden. 

Gastronomie darf zur Mitnahme Speisen anbieten, der Verzehr ist aber nur zu Hause erlaubt. 

Gottesdienste sind nur unter strengen Regeln möglich. 

Altenheime sollen Corona-Tests mehrfach pro Woche anbieten. 

Reisen sollen grundsätzlich vermieden werden. 

Die Maßnahmen werden von umfangreichen Wirtschaftshilfen begleitet. 

Den Beschluss im Wortlaut finden Sie hier. 

+++ 11:11 Uhr +++ 

Pressekonferenz zum Corona-Lockdown in Deutschland hat begonnen.

+++ 11:05 +++

Der harte Lockdown kommt

Offenbar ist der Corona-Gipfel im Kanzleramt schon wieder vorbei. Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben soeben den harten Lockdown beschlossen. Er soll ab kommendem Mittwoch (16. Dezember) gelten. Wir warten auf Details. 

+++ 10:30 +++

Ausnahmen für Ladenschließungen

Die Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt liegt auch dem KURIER vor. Demnach soll es eine Reihe von Ausnahmen bei den Ladenschließungen geben. So sollen Geschäfte für Lebensmittel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken, Sparkassen und Poststellen geöffnet bleiben. Für Silvester sei ein Feuerwerksverbot an „publikumsträchtigen Plätzen“ vorgesehen.

+++ 10:26 +++

Schutz für Pflegebedürftige bei hartem Lockdown

Patientenschützer haben einen besonderen Schutz für Pflegebedürftige und Schwerstkranke bei einem zu erwartenden harten Lockdown angemahnt. "Ihr Leben ist ohne die Fürsorge von Angehörigen und Fachkräften unmöglich", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Es brauche endlich Garantien zum Schutz und zur Unterstützung dieser Gruppe in der Corona-Krise.

Brysch zufolge muss der Staat dafür sorgen, dass bei Pflegebedürftigen und Betreuern der 14.000 ambulanten Dienste und 12.000 Pflegeheime zweimal pro Woche PCR-Tests vorgenommen werden. Zusätzlich müssten die Behörden sicherstellen, das Pflegeteams und Angehörige tägliche Schnelltests erhielten. "Sonst bringen Lockdown, Ausgangssperren und harte Beschränkungen zu wenig, um für die nächsten Monate Leib und Leben der Hochrisikogruppe zu schützen", warnte Brysch.

+++ 10:24 +++

Corona-Zahlen

Bayern hat den Inzidenz-Schwellenwert von 200 überschritten. Das RKI meldete am Sonntag 200,2 neue Infektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Mehr als 3800 Neuinfektionen hatte es demnach in Bayern von Samstag auf Sonntag gegeben. 

In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung innerhalb eines Tages 472 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Das waren 88 mehr als am Vortag. Am Sonntag vor einer Woche waren 234 neue Fälle gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz, der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg weiter an und liegt demnach landesweit bei 79.

+++ 10:22 +++

Brandenburg: Einkaufen in letzter Minute

Vor den erwarteten schärferen Corona-Maßnahmen haben viele Brandenburger den Samstag noch einmal zu Weihnachtseinkäufen genutzt - ein Ansturm blieb aber aus. In der Potsdamer Innenstadt war es voll, viele Menschen kauften ein, wie ein dpa-Reporter berichtete. Glühwein to go und Essen auf dem Wochenmarkt ist seit Samstag allerdings verboten - es gelten schärfere Corona-Regeln, unter anderem ein Verbot von Alkoholkonsum und von Verzehr von Speisen auf Märkten.

Auch in Cottbus waren die Geschäfte gut besucht. In der zweitgrößten Stadt des Landes gelten seit diesem Samstag schärfere Beschränkungen des öffentlichen Lebens, darunter nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 300 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner. Cottbus lag am Samstag bei einem Wert von 310.

In Frankfurt (Oder) waren die Einkaufszentren voll, auch die Innenstadt war belebt. Viele Menschen nutzten den Tag, um noch einzukaufen. Das Ordnungsamt kontrollierte ein erlassenes Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

+++ 10:14 +++

Bewegendes Kinderbild auf einer Straße in Steglitz

"Oma und Opa wir vermissen euch" steht auf einer Straße mit Kreide geschrieben vor einem Wohnhaus in Steglitz.  Foto: Kay Nietfeld/dpa

+++ 10:08 +++

Verhandlungen im Kanzleramt

Michael Müller, Angela Merkel, Markus Söder.  Foto: AFP/Pool

+++ 10:05 Uhr +++

Die aktuellen Zahlen vom RKI

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland rund 331 000 aktive Corona-Fälle. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter 20 200 Neuinfektionen. 

+++ 10:02 Uhr +++ 

Bundesliga in Sorge

Die Bundesliga fürchtet eine erneute Unterbrechung des Spielbetriebs in Zusammenhang mit einem Lockdown. "Das würde die Vereine hart treffen",  sagte Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. 

+++ 9:54 Uhr +++

Konferenz beginnt

Um 10 Uhr beginnen die Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten.  Markus Söder (CSU) und Michael Müller (SPD) nehmen im Kanzleramt teil. Genauso wie Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Alle anderen werden werden per Video-Telefon zugeschaltet.

Die Kanzlerin und Markus Söder.  Foto: dpa

+++ 9:31 Uhr +++ 

Das Ende der Innenstädte? 

In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben 28 deutsche Einzelhändler gewarnt, dass ein Großteil der Geschäfte in Innenstädten einen frühen harten Lockdown nicht überstehen würde. Ein harter Lockdown schon diese Woche "wäre das Ende der Innenstädte wie wir sie heute kennen", heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Man darf jetzt keinesfalls das gesamte Weihnachtsgeschäft ausschließlich den Online-Giganten überlassen», schreiben die Unterzeichner, zu denen zahlreiche aus Fußgängerzonen bekannte Unternehmen wie die Modehändler New Yorker, Jeans Fritz und NKD sowie Woolworth, Depot oder Tedi gehören.

+++ 9:15 Uhr +++ 

Erste Details des Plans 

- Der Einzelhandel soll in weiten Teilen vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen werden. 

- Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum soll im selben Zeitraum untersagt werden. 

- Private Treffen sollen laut dem Bericht auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen beschränkt werden.

- Schulen sollen schließen oder es soll nur Distanzunterricht stattfinden. 

- Der Verkauf von Feuerwerk soll verboten werden

Mehr dazu finden Sie hier: Kontakte, Geschäfte, Schulen, Kitas: Knallhart-Lockdown ab Mittwoch