Armin Laschet (CDU) in der ARD-Wahlarena dpa/Axel Heimken

Mit Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und viel Geschick stellte sich Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) in der ARD-Sendung „Wahlarena“ am Mittwoch den Fragen der Bürger. Und die machten es ihm nicht sonderlich leicht.

Laut einer Recherche der Bild ist eine Schülerin aus dem Zuschauerraum sogar im Vorfeld speziell für ihren Auftritt geschult worden  – von einer sogenannten „Aktivistinnen-Agentur“ namens „hartaberlinks“. Laut Aussage einer Teilnehmerin der Wahlarena sollte sie das Ziel verfolgen, den Unions-Kanzlerkandidaten „fertigzumachen“.

Die Auswahl dieses Coachings überrascht, da die Gründerin der Agentur, Emily Laquer, sich nicht nur offen als Kommunistin bezeichne, an den brutalen G20-Blockaden in Hamburg 2017 teilgenommen habe, sondern auch vom Hamburger Verfassungsschutz als linksextrem eingeordnet werde. Sie gehöre der Interventionistischen Linken an, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Freude bei Emily Laquer auf Twitter

Und so klangen dann auch die Fragen der Schüler an Armin Laschet: „Ihre Klimapolitik ist in den letzten Jahren eigentlich eine Katastrophe, war von krassen Fehlentscheidungen und Skandalen geprägt!“ Laquer jubelte danach auf Twitter: „Diese krasse Aktivistin durfte ich beim letzten Hartaberlinks-Talkshowtraining kennenlernen.“ Insgesamt habe die Aktivistin drei Jugendliche für den Auftritt des CDU-Politikers geschult, nachdem die ARD den jeweiligen Teilnehmern nichtsahnend eine Zusage für den Auftritt geschickt habe.

Nicht nur Laquer wurde anschließend für ihre Instrumentalisierung von jungen Menschen in den Sozialen Netzwerken und Medien kritisiert: „In Eurer Wahlarena wird eine speziell von Linken geschulte ,krasse' FFF-Aktivistin eingeladen, als Fragestellerin auf Laschet losgelassen? Emily Laquer – laut Verfassungsschutz eine Linksradikale – ist begeistert. Der Gebühren-Michel wird getäuscht“, kommentierte der Journalist Philip Plickert von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Twitter.