Die Lieferengpässe treffen jetzt auch Baumärkte immer härter. dpa/Sven Hoppe

Ob Spielekonsolen wie die Playstation 5, Rohstoffe oder sogar Turnschuhe – bei etlichen Produkten wird der Nachschub knapp und die Lieferengpässe treffen jetzt auch verstärkt Garten- und Baumärkte wie Hornbach, Obi, Bauhaus und Co. Und auch Preiserhöhungen drohen!

Lieferanten erhöhen derzeit die Preise

Es seien „noch einige Zeit deutlich spürbare Auswirkungen“ für die Märkte zu befürchten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), Peter Wüst, der Deutschen Presse-Agentur. „Viele Lieferanten kündigen gerade flächendeckend ihre Verträge mit den Handelspartnern und avisieren massive Preiserhöhungen und Lieferengpässe.“

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Vereinzelt begrenzten Händler Abgabemengen, „damit für alle Kunden Angebote vorhanden sind und nicht Einzelne ganze Warengruppen aufkaufen“.

Gründe für die Turbulenzen im Welthandel gibt es viele: Wegen der Corona-Pandemie mussten große Häfen schließen, die Rohstoffpreise schossen in die Höhe und auch steigende Versandkosten machen den Ladenketten zu schaffen.

Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, sind bei großen Betreibern Aluminium, Kupfer, Glaswolle, Dämmstoff und Stahl Mangelware.

Kunden müssen deshalb damit rechnen, dass auch Lampen und Leuchtmittel knapp werden. Besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit und bevorstehenden Adventszeit müsse damit gerechnet werden, dass größere Lücken in den Baumarkt-Regalen entstehen.

Engpässe bei Lampen, Laminat, Tapeten und Fliesen

Brenzlig sieht es dem Bericht zufolge auch bei Laminat, Ölen, Fliesen, Farben, Tapeten und Arbeitsplatten aus.

Wird es teurer für Verbraucher? Um die höheren Beschaffungskosten auszugleichen, drehen Hersteller an der Preisschraube. Der Verbandsvertreter Peter Wüst betonte aber, dass die Branche „traditionell sehr preisbewusst“ sei und weiter Wege finden werde, die Waren zu vergleichsweise attraktiven Preisen anzubieten.

Keine schnelle Änderung der Lage in Sicht

Ein Sprecher der Baumarktkette Bauhaus sagte mit Blick auf die Lieferketten, die Lage sei „sehr dynamisch und angespannt“. Man könne aber keine langfristige Aussage zu Lieferzeiten und Preisentwicklungen treffen.

Doch bei einem ist sich Verbandsvertreter Peter Wüst sicher: Die Probleme werden nicht von heute auf morgen gelöst sein. Er rechnet damit, dass die allgemeine Lage und damit die Verknappung der Rohstoffe sich erst in zwei bis drei Jahren reguliert.